Warnstreik bei der HAVAG, Halle an der Saale
MLPD: Solidarische Grüße und uneingeschränkte Unterstützung
Frank Oettler, Mitglied der ver.di-Betriebsgruppe HAVAG und Specher der MLPD Halle, überbringt den streikenden Kolleginnen und Kollegen der Halleschen Verkehrsbetriebe eine Solidaritätserklärung:
Liebe Kolleginnen und Kollegen, im Namen der Mitglieder der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschland übermittle ich Euch solidarische Grüße und erkläre unsere uneingeschränkte Unterstützung für Euren Warnstreik am Montag, den 2. Februar.
Eine der zentralen Forderungen von Ver.di ist die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Der Acht-Stunden-Tag war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der ältesten Forderungen der Arbeiterbewegung nach besseren Arbeits- und Lebensbedingungen. Karl Marx begründete bereits 1867 die notwendige
Verkürzung der Arbeitszeit: „Der Arbeiter braucht Zeit zur Befriedigung geistiger und sozialer Bedürfnisse, deren Umfang und Zahl durch den allgemeinen Kulturzustand bestimmt sind.“
Der Kampf um die Arbeitszeitverkürzung von zwölf bis 14 Stunden auf acht Stunden täglich wurde über ein halbes Jahrhundert von der Arbeiterbewegung geführt. Erfolgreich durchgesetzt wurde der Acht-Stunden-Tag erst mit der Novemberrevolution 1918, genauso wie das Frauenwahlrecht oder das Recht zur Bildung von Betriebsräten. ... Die Kapitalisten und Geschäftsführer, die sich lieber als sogenannte „Unternehmer“ wähnen und letztlich allesamt von der Ausbeutung der Arbeiter und Angestellten leben, jammern über die Forderungen der Kolleginnen und Kollegen auf hohem Niveau. Dabei wissen sie auch die Bundesregierung hinter sich. So sagte doch Bundeskanzler Friedrich Merz bereits bei seiner ersten Regierungserklärung: „Wir müssen in diesem Land wieder mehr und vor allem effizienter arbeiten.“ Er meinte natürlich uns und nicht sich oder seinesgleichen. ...