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Widerstand gegen Trumps Faschismus verbreitert sich - Grammy-Verleihung 2026 – politisch interessant!

Die 68. Grammy-Verleihung – der Oscar der Musikindustrie – in der Crypto.com-Arena in Los Angeles war natürlich wieder ein glamouröses Schaulaufen der Stars mit viel nackter Haut. Daneben war allerdings die allgemeine Anti-Trump-Stimmung interessant.

Von cw
Widerstand gegen Trumps Faschismus verbreitert sich - Grammy-Verleihung 2026 – politisch interessant!
Der Grammy (foto: - https://blog.zzounds.com/2016/04/27/shure-unveils-great-hall/shure-technical-grammy-2003/ (CC BY-SA 3.0))

Vorweg hier die wichtigsten Preise: Album des Jahres für Rapper Bad Bunny, Aufnahme des Jahres ging an Kendrick Lamar & Sza, Song des Jahres an Billie Eilish. Cher wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.


Charakteristisch für die Veranstaltung waren aber vor allem verschiedene politische Äußerungen. Gastgeber Trevor Noah ging gleich eingangs ironisch auf die Rapperin Nicki Minaj ein, die sich selbst „als wohl größter Fan des Präsidenten“ bezeichnet: „Nicki Minaj ist nicht hier. Sie befindet sich noch immer im Weißen Haus mit Donald Trump und bespricht dort dringende Themen.“


Justin und Hailey Bieber kombinierten ihre schlichten Looks mit „ICE OUT“-Ansteckern – als Zeichen gegen die faschistische US-Einwanderungspolitik und die Razzien der US-„Auswanderungsbehörde“. Auch Billie Eilish trat mit Anstecker auf und stellte nach ihrem Sieg klar: „Niemand ist illegal auf gestohlenem Land“ – eine kritische Bemerkung zur brutalen US-Einwanderungsgeschichte gegenüber den „First Nations“. Nachdem die britische Sängerin Olivia Dean den Award als „Beste neue Künstlerin“ entgegennahm, sagte sie unter Tränen: „Ich bin die Enkelin eines Einwanderers. Ich bin das Produkt von Furchtlosigkeit. Das sollte gefeiert werden.“


Auch der sechsfach nominierte Hit-Künstler Bad Bunny erklärte am Mikrophon: „Bevor ich mich bei Gott bedanke, sage ich: ICE out! Wir sind keine Tiere, wir sind keine Aliens. Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner!“


Die eindeutige Stimmung gegen Trump auf dieser Veranstaltung spiegelt den zunehmenden Protest gegen den faschistischen Umbau der USA durch die bekanntesten Sängerinnen und Sänger wider. Das ist zu begrüßen, denn das kann die Hauptkraft gegen Trumps Politik – die massenhaften Aktionen und Demonstrationen einer Masse von demokratisch Gesinnten in immer mehr Städten – befördern.