Rustavi Azot
Georgien: Einigung auf der Grundlage des Kampfes
Die Chemiearbeiter haben gestern im Kampf gegen Rustavi Azot einen Erfolg erzielt und sich auf einen Vertrag geeinigt. Trotz verschiedener Angriffe bis hin zu Strafanzeigen gegen Arbeiterführer haben sie an ihren Kampf festgehalten.
Rote Fahne News berichtete am 31. Januar: Südkaukasus: Chemiearbeiter streiken für Lohnerhöhung
Eine besondere Rolle spielte dabei die Solidarität der Bergarbeiter aus Chiatura. Sie hatten den Kampf praktisch unterstützt und ihre Erfahrungen dazu beigetragen. Die Bergleute der unabhängigen Gesellschaft aus Chiatura schreiben auf Facebook dazu:
„Hallo zusammen! Wir haben gute Neuigkeiten für alle, die den fairen Protest der Beschäftigten von Rustavi Azot verfolgt haben. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Verhandlungen mit einer Einigung abgeschlossen wurden und die Forderungen der Beschäftigten erfüllt sind. Die Beschäftigten und Indorama Rustavi Azot haben eine Einigung erzielt. Folgende Punkte wurden erfüllt:
- Gehaltserhöhung um 200 GEL (aufgelaufener Betrag)
- Zusätzliche Gehaltserhöhung um 125 GEL jährlich im Februar für die nächsten fünf Jahre
- Einstellung der laufenden Gerichtsverfahren gegen die Beschäftigten
- Integration eines Bonus von 25 % in das Festgehalt für einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahr
- Entschädigung für alle während des Protests versäumten Arbeitstage
- Bildung einer Vertrauensgruppe aus den Werkstätten zur Bearbeitung der Probleme im Werk
- Gründung einer Gewerkschaft
Dieses Ergebnis zeigt deutlich, was geschieht, wenn echte Solidarität herrscht und sich eine Partei, die sich für die Interessen der Arbeitnehmer einsetzt, dem Prozess anschließt. Die Beschäftigten werden eine unabhängige Gewerkschaft gründen und ihre Rechte verteidigen.“
Wir gratulieren ebenfalls zu diesem Erfolg