Dresden

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Alle zusammen gegen die Faschisten in vollen Zügen

Am 1. Februar, nach dem Ende des Heimspiels von Dynamo Dresden:

Korrespondenz
Alle zusammen gegen die Faschisten in vollen Zügen
Der Korrespondent schreibt dazu: "Holocaust-Gedenken im Rudolf-Harbig-Stadion. Nicht alle haben es verstanden." (rf-foto)

Die Straßenbahn wie üblich total überfüllt und die Stimmung nach zwei Stunden in der Kälte und einem schlechten Spiel (Fußballgrüße nach Bielefeld!) nicht so super; mancher auch ein bisschen angeglüht von warmem Wein oder kaltem Bier. 


Die Bahn ruckelt Richtung Hauptbahnhof und bleibt dann kurz davor stehen. Unsere kurdischen Freunde demonstrieren für die Verteidigung Rojavas – wie wir gestern auch gemeinsam mit ihnen. 


Kurdische Revolutionäre fordern deutsche Faschisten naturgemäß heraus. Plötzlich werden faschistische und rassistische Parolen in der Bahn gerufen. Wir müssen natürlich kontern und rufen "Aufhören! Nazis raus!" Niemand stimmt in die Parolen der Faschisten ein, wir hören "Hört sofort auf!". Und dann gehen die Türen auf und die meisten steigen aus. Ein oder zwei der Faschisten pöbeln noch der kleinen Demonstration hinterher. 


Wir gehen auch zur Demo, grüßen Bekannte. Dann ein völlig anderes Bild: Aus einer anderen Straßenbahn kommen zwei junge Kurden – voll in Fanmontur von Dynamo. Sie rennen zur Demo, umarmen ihre Freunde und schließen sich dann an!


Ja, der Kampf gegen die faschistische Gefahr ist vielfältig.
Love Dynamo, hate Rassismus!