Rojava / Syrien

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Wessen Interessen vertritt der syrische „Präsident“ Dscholani?

In einem Artikel mit dem Titel „Der Staat Al-Qaida und das Unternehmen Chevron“ veröffentlicht das türkische Nachrichtenportal evrensel.net am 21. Januar wichtige Hintergründe der gegenwärtigen Angriffe der faschistischen Dscholani-Truppen auf Gebiete Kurdistans. Die Türkei leistet Dscholani dabei Schützenhilfe.

Von hodo

„Nach der Übergabe von Damaskus an die HTŞ (islamistisch-faschistische Kräfte Dscholanis, d. Verf.) wurden viele Offiziere der ‚Syrischen Arabischen Armee (SAA)‘ getötet, verhaftet oder gezwungen, sich zu verstecken. Die HTŞ und andere mit ihr verbündete reaktionäre Kräfte haben sich im syrischen Bürgerkrieg (ab 2012, d. Verf.) formiert und wurden anschließend in Idlib unter der Schirmherrschaft vieler internationaler Akteure, insbesondere Großbritanniens und der Türkei, für die Macht ausgebildet und ausgerüstet.“

Wer ist Dscholani?

Dscholani war von 2017 bis 2025 der Anführer des syrischen islamistisch-faschistischen Milizbündnisses Haiàt Tahrir asch-Scham (HTS). HTS ist der Nachfolger der islamistisch-faschistischen Al-Nusra-Front. Auch diese war damals angeführt von Dscholani, mit dem Abu Mohammad al-Julani. Diese unterstand im syrischen Bürgerkrieg der Al-Quaida und war ihr syrischer Ableger. Nachweislich war dieser Ableger an Massakern an der Zivilbevölkerung beteiligt.

Dscholani in Zusammenarbeit mit den westlichen Imperialisten

Der „Caesar Syria Civilian Protection Act“ der USA trat 2020 in Kraft, und verhängte umfassende Sanktionen „gegen Menschenrechtsverletzungen“ in Syrien – sprich für "Menschenrechtsverletzungen", die den Interessen der USA widersprachen. Es betraf Kräfte, die Syrien militärisch oder wirtschaftlich unterstützten. Im Dezember 2025 wurden diese Sanktionen gegenüber dem Dscholani-HTS-Regime aufgehoben. Wohlwissend, dass es sich in der „Übergangsregierung“ Syrien um islamistisch-faschistische Kräfte handelt.

 

Die Caesar-Sanktionen zielten im Wesentlichen auf die Erdgas- und Erdölproduktion sowie den Handel Syriens ab. Es ist kein Zufall, dass unmittelbar nach der Übernahme dieser Ressourcen durch die Dscholani-Regierung und HTS-Gruppen amerikanische Ölkonzerne, allen voran Chevron, „neue Investitionen in Syrien“ ankündigten. Tatsächlich hatte Dscholani kurz nach Amtsantritt „Investoren“ nach Syrien eingeladen und angekündigt, „die günstigsten Investitionsgesetze der Welt“ zu schaffen. Eine zweite Entwicklung, so berichtet evrensel.net, ist das „Pariser Treffen“ zwischen Israel und Dscholani-HTS am 5. Januar gewesen, unter Vermittlung der USA, das dem faschistischen Regime Dscholani offensichtlich Spielraum gegeben hat.

 

Im Interesse des amerikanischen, aber auch des türkischen Imperialismus soll die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyriens durch die faschistischen Dscholani-HTS-Truppen zusammen mit den militärischen Angriffen der türkischen Armee in die Knie gezwungen werden.

Atempause durch Waffenstillstandsabkommen

Das jetzt geschlossene Waffenstillstandsabkommen ist ein Anfang, eine gewisse Atempause. Der kurdische Politiker Salih Muslim sagte zu Recht dazu: „Für uns war die Feuerpause der wichtigste Punkt. Mit diesem Prozess konnte ein großes Komplott gegen uns Kurdinnen und Kurden verhindert werden. ... Mit dem Abkommen wurde diese Gefahr gestoppt. … Aber die Bevölkerung muss wachsam bleiben.“ Faschistisch-islamistische verbunden mit den imperialistischen Kräften werden angesichts der Existenz einer demokratischen Selbstverwaltung niemals Ruhe geben.

 

  • Hände weg von Rojava!
  • Für die völkerrechtliche Anerkennung der demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ost-Syrien (DAANES!
  • Sofortige Beendigung aller wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und dem islamistischen syrischen Dscholani-Regime und der faschistischen Türkei!
  • Weg mit dem PKK-Verbot!
  • Proletarier aller Länder und Unterdrückte, vereinigt euch!
  • Für Frieden, Freiheit und echten Sozialismus!