Antifaschismus
Protest gegen Geheimtreffen kommunaler AfD-Mandatsträger in Mülheim a.d.R.
Ca. 800 kommunale AfD-Mandatsträger aus NRW versammelten sich am vergangenen Samstag in Mülheim an der Ruhr. Empfangen wurden sie von beiden Seiten der Halle mit Protesten von über 500 Antifaschisten. Die AfD hatte diese Großveranstaltung mit Unterstützung der Behörden geheimgehalten, um größere Proteste zu vermeiden. Wahrlich kein Zeichen von Stärke.
Konfrontiert mit dem Protest nannte der stellvertretende NRW-Fraktionschef der AfD, Sven Tritschler, die anwesenden AfD-Teilnehmer „seine blaue Armee“. In der Halle wurden Schilder verteilt: „Remigration jetzt“. Beatrix von Storch, Vizevorsitzende der Bundestagsfraktion, drohte gar den Protestierenden offen: „Es ist richtig, dass ihr Angst vor uns habt.“
Der faschistische Terror des ICE-Mobs in den USA unter dem AfD‑Freund Trump ist offensichtlich ihr großes Vorbild: In den Straßen der USA richtet sich dieser gegen alle, die auch nur nach Migranten aussehen und gegen Antifaschisten, die dagegen protestieren. In diesen Kreisen, die sich da in Mülheim versammelt hatten, fühlte sich offensichtlich auch der offene Faschist Matthias Helferich wohl, der sich selbst als „freundliches Gesicht des Nationalsozialismus“ und Migranten als „Viecher“ bezeichnete. Er bedankte sich auf Facebook ausdrücklich bei Alice Weidel für die Einladung. Wegen seiner zu offen faschistischen Gesinnung war er im Juli letzten Jahres noch vom Landesverband NRW der AfD ausgeschlossen worden. Doch offensichtlich ging es bei diesem Treffen auch gerade darum, die kommunalen Mandatsträger der AfD auf den faschistischen Kurs der Parteiführung einzuschwören.
Gut und wichtig war, dass der Protest trotz der kurzfristigen Bekanntgabe dieses Treffens gelang. Mit der Losung „Keinen Fußbreit den Faschisten!“ ist auch Wachsamkeit geboten gegen die feigen Geheimhaltungstricks der Faschisten und dass die antifaschistischen Kräfte in einer breiten antifaschistischen Einheitsfront besser organisiert zusammenkommen.
Von der MLPD beteiligten wir uns aktiv und initiativ, insbesondere mit der Forderung nach dem Verbot der AfD. Das wurde mit einer Abstimmung unter den Anwesenden aufgegriffen, die zum großen Teil dafür waren. Beim Protest wurde am durchgeführten offenen Mikrofon von einem Gewerkschafter gefordert, dass in so einer Situation auch die Gewerkschaften in den Betrieben gegen Treffen der faschistischen AfD mobilisieren müssen.