Düsseldorf
Monarchistisch geprägte Iran-Demo
Am vergangenen Samstag, den 24. Januar, zog eine große Protestdemonstration gegen die Massaker des iranischen Mullah-Regimes durch Düsseldorf. Die Polizei schätzte 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
„Im Iran werden die Stimmen der Opposition im Blut erstickt; wir müssen den Menschen im Iran eine Stimme geben!“, war eine der Ansagen, die die Betroffenheit und das Mitgefühl mit den Menschen im Iran zum Ausdruck brachten.
Was aber mehr als befremdlich erschien: Es wurden neben den mit einem Löwensymbol versehenen Fahnen der monarchistischen iranischen Bewegung US-amerikanische und israelische Fahnen geschwenkt – und das in großer Zahl.
Einzelne Teilnehmende fragte ich, wie sie denn auf Trump und Netanjahu setzen können, die in Gaza einen Völkermord begehen, und in Venezuela den Präsidenten entführen. Ich bekam mehrfach die Antwort: „Wir sind aus Familien von Geflüchteten aus dem Iran, die westliche Welt hat uns im Stich gelassen – da kann uns Trump gegen das Regime helfen – alles ist besser als die Mullahs.“
Zigtausendfach waren die Demonstrierenden mit Plakaten und laminierten Fotos des Schah-Sohns Reza Pahlavi oder auch des alten Schah versehen. „Der will eine konstitutionelle Monarchie, und wenn die Mullahs mal weg sind, kann es damit freie Wahlen geben“, bekam ich als Antwort, ob sie denn wirklich zu dem unterdrückerischen, verhassten Schah-Regime zurückwollen, gegen das wir in jungen Jahren demonstriert haben.
Das war eine hochorganisierte und professionell ausgestattete Demonstration mit Lautsprecherwagen, Trommelgruppen und per Bus von weither gekommenen Leuten. Es waren sehr viele sehr junge Menschen dabei – jeder mit einem Schild und offenbar völlig ahnungslos in Bezug auf die Geschichte des Irans und seiner Freiheitskämpfe. Wer finanziert und organisiert das? Dem sollten wir nachgehen.