Mercedes-Benz / Daimler Truck

Mercedes-Benz / Daimler Truck

Lernen aus dem Niedergang von Detroit! Wir stehen auf für unsere Zukunft!

Der folgende Artikel ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitung von Kolleginnen und Kollegen für Kolleginnen und Kollegen bei Mercedes-Benz und Daimler Truck, „Die Stoßstange“, erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:

Aus der Kollegenzeitung „Die Stoßstange“

Immer mehr Menschen im Autoland Deutschland, besonders der Autoregion Mittlerer Neckar, machen sich große Sorgen um ihre Zukunft. Wir machen uns Sorgen. Das ist logisch, angesichts des Personalkahlschlags in der Automobilindustrie, bei Zulieferern und im Maschinenbau. Bilder vom Niedergang des früheren Zentrums der US-Autoindustrie in Detroit werden wach: Fabrikruinen, heruntergekommene Häuser und Armut.


Es geht schon lange nicht mehr um Arbeitsplätze. Die Konzerne bereichern sich weiter auf unsere Kosten. In Deutschland sorgen einbrechende Gewerbesteuern der „Autostädte“ für einschneidende Sparmaßnahmen der Kommunen bei Kitas, Schulen, Kultur, Umweltschutz, städtischen Beschäftigten …


Das sind Sparmaßnahmen, die einen Kahlschlag für unser ganzes Leben bedeuten. Gleichzeitig werden Subventionen für die Konzerne ausgebaut! Für Kriegstauglichkeit und Militarismus ist genug Geld da – die Aktien der Rüstungskonzerne explodieren. Kriegswirtschaft, und dass unsere Söhne für Kriege in der Ukraine oder anderswo verheizt werden, wollen wir nicht.

 

Die AfD und ihr betrieblicher Arm „Zentrum“ sind keine Alternative. Sie hetzen gegen die IG Metall, um von den tatsächlichen Profiteuren abzulenken.


Dagegen organisiert ein Bündnis in der Autoregion Stuttgart am Freitag, den 6. März, ein Tribunal in Form einer Gerichtsverhandlung. Die Konzernherren der Automobil- und Zuliefererindustrie werden angeklagt. Die Anklagepunkte werden von sachkundigen Arbeiterinnen und Arbeitern, Gewerkschaftern, Umwelt- und kommunalpolitischen Aktivisten und Vertreterinnen der Frauenbewegung vorgebracht. Dann wird ein Urteil gefällt. Vor bürgerlichen Gerichten müssen sich die Konzernvorstände mit solchen kritischen Anklagen nicht befassen. Wenn Sie doch mal angeklagt werden, dann werden die Verfahren über Jahre verschleppt, bis die Beteiligten „haftunfähig“ sind. Siehe zum Beispiel die Anklage gegen den ehemaligen VW-Chef Winterkorn.

 

Alle Beteiligten an diesem Tribunal werden sehen, wie die Konzerne ihre Forderungen und Interessen gegenüber der Landesregierung und gegenüber den Kommunen diktieren und die Politik bestimmen.

 

Wir als Automobilarbeiter stehen direkt den Autokonzernen gegenüber. Den wirkungsvollsten Hebel haben wir selbst in der Hand: Streik für Arbeitsplätze, gegen die Kriegs- und faschistische Gefahr. Dazu müssen wir uns von der Wirkung der Angstmache der Monopolpropaganda lösen. Mit der wollen sie uns zu Zugeständnissen und Stillhalten weichklopfen und für ihren Konkurrenzkampf und Wirtschaftskrieg gewinnen. 


Liegt unsere Zukunft denn im kapitalistischen System, das die Existenz der Menschheit aufs Spiel setzt? Das Tribunal ist offen für die Debatte um eine sozialistische Alternative. Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) erstellt diesen Anklagepunkt. Informiert euch über das Tribunal, macht mit bei der Anklage und der Vorbereitung, unterstützt es praktisch und finanziell und nehmt zahlreich daran teil!