Pressemitteilung

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Kampagnenstart „Kufiyas in Buchenwald“

Aktivistinnen und Aktivisten fordern ein Ende von antipalästinensischer Repression und von Geschichtsrevisionismus der Gedenkstätte Buchenwald. Dazu haben sie die Kampagne "Kufiyas in Buchenwald" ins Leben gerufen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert die erste Pressemitteilung (Auszüge):

Kampagnenstart „Kufiyas in Buchenwald“
(foto: Maya-Anaïs Yataghène from Paris, France (CC BY 2.0))

Mit dem Start der Kampagne „Kufiyas in Buchenwald“ protestiert ein Bündnis aus jüdischen, queeren und antifaschistischen Einzelpersonen und Gruppen gegen das Verbot palästinensischer Symbole sowie gegen politische Repression und Geschichtsrevisionismus in der Gedenkstätte Buchenwald.


Die Kampagne richtet sich gegen die Instrumentalisierung des antifaschistischen Erinnerungsortes zur Rechtfertigung des Genozids an den Palästinenser:innen und der deutschen Kriegspolitik. Kritisiert wird die zunehmende Kriminalisierung palästinensischer Symbole durch die staatlich finanzierte Gedenkstätte. ...


Im April 2025 wurde nicht nur ein Hausverbot wegen Kufiya verhängt. Die spanische Jugenddelegierte Karen Solórzano, die in ihrer Rede ein Ende des Völkermords in Gaza forderte, wurde öffentlich vom Stiftungsdirektor zurückgewiesen. Der jüdische Philosoph Omri Böhm wurde auf Druck der israelischen Botschaft von der Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der Befreiung Buchenwalds ausgeladen. ...


Im Juli 2025 wurde eine Handreichung der Gedenkstätte ö Öffentlich, die Symbole wie Kufiya, Olivenzweig oder Wassermelone verbietet und selbst Forderungen nach einem Waffenstillstand in Gaza als Teil einer angeblich „antijüdischen Mobilisierung“ diffamiert. Besonders scharf kritisiert die Kampagne, dass die Kufiya von der Gedenkstättenleitung mit deutschem Faschismus und Antisemitismus in Verbindung gebracht wird. ...

 

"Die ständigen falschen Vorwürfe des ‚Antisemitismus‘ von den historisch größten Tätern sind nichts anderes als ein Versuch, die Verantwortung abzuwälzen und die deutsche Beteiligung am Völkermord in Palästina zu rechtfertigen“, meinte Rachael Shapiro vom International Jewish Antizionist Network. ...

Die Kampagne fordert von der Leitung der Stiftung der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora:

  • Die offene Thematisierung des Völkermords in Gaza.
  • Die Aufhebung des Verbots palästinensischer Symbole.
  • Ein Ende von Haus- und Redeverboten aufgrund von Palästinasolidarität oder Kritik an der israelischen Politik.


Die Kampagne erinnert auch an die Geschichte des Widerstands in Buchenwald, der das Lager befreite und im Schwur von Buchenwald klare Ziele benannte. Diese werden seitens der Gedenkstätte verdrängt, Jüd:innen politisch instrumentalisiert und andere Opfergruppen, wie Kommunist:innen, Sinti:zze und Rom:nja oder internationale Kriegsgefangene, ausgeblendet. „Antifaschismus ist untrennbar mit Internationalismus verbunden“, heißt es im Kampagnenstatement. „Ein Gedenken, das heutigen Völkermord relativiert oder Kritik daran unterdrückt, verrät den Schwur von Buchenwald.“

 

Hier gibt es die komplette Pressemitteilung

 

Weitere Informationen zur Kampagne gibt es hier