Rojava-Solidarität

Rojava-Solidarität

Große Demonstrationen für Rojava in Mannheim und Heidelberg

Heidelberg, 29.01.2026: Laut Angaben des Leiters der kurdischen Security (Ordner), der den besten Überblick hatte, beteiligten sich in Mannheim am 24. Januar über 7.000 und in Heidelberg am 27. Januar 2026 über 2.000 Menschen an Rojava-Solidaritätskundgebungen und –demonstrationen.

Korrespondenz
Große Demonstrationen für Rojava in Mannheim und Heidelberg
Kämpferisch zogen die Menschen für die Solidarität mit Rojava durch die Städte. (Bild: Enver Enli, kurdischer Fotograf aus Mannheim)

Neben Kräften von der Antifa, der Interventionistischen Linken (IL), der Linkspartei und anderen mehr beteiligten sich in beiden Städten auch Delegationen des MLPD Kreisverbandes Rhein-Neckar an den kämpferischen Aktivitäten der kurdischen Gemeinde Mannheim NCK und des Verbands der Studierenden aus Kurdistan, YXK. Hauptforderungen und Parolen waren in beiden Städten: Stoppt die Massaker in Kurdistan! Es lebe der Widerstand von Rojava, von Kobanê, der YPG und YPJ! Hoch die Internationale Solidarität! Solidarität heißt Widerstand – Kampf dem Faschismus in jedem Land! EU finanziert, Dscholani bombardiert! Erdogan-, Dscholani-Terrorist! Jin, Jihan, Azadi (Frauen leben Freiheit), teilweise in Deutsch und Kurmanji skandiert.

 

Von vielen Freunden/innen wurde unsere Teilnahme sehr begrüßt und teilweise tatkräftig unterstützt. So übernahmen sie es auch, unseren Trolley mit unserer Literatur, Zeitungen, AP-Material zu ziehen. Mehrere Exemplare des Rote-Fahne-Magazins wechselten in Mannheim den Besitzer. 

 

In Heidelberg war die Durchführung der Kundgebung und Demonstration eine besondere Herausforderung, fand sie doch um 18 Uhr bei Einbruch der Dunkelheit vor der Stadtbücherei Heidelberg und im Nieselregen statt, der dann gegen Schluss noch in Dauerregen überging. Der Marsch ging über eine lange Strecke bis zum Marktplatz vor dem Rathaus, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Außerdem wurden auf der Demo Böller und Bengalos von Dächern eines Hotels gezündet und teilweise dann in die Abschlusskundgebung geworfen, was auf große Empörung der überwiegend kurdischen Teilnehmer/innen stieß. Waren es Jugendliche mit niedrigem Bewusstseinsstand, wie manche meinten, oder sogar Agent Provocateurs? Das ist nicht bekannt. Diese von Wut, Empörung und Verzweiflung oder Provokation geprägten Aktivitäten sind auf jeden Fall dazu geeignet, berechtigte Proteste zu kriminalisieren. Dass das an dem Abend nicht gelungen ist, ist vor allem dem besonnenen und beherzten Eingreifen der kurdischen Ordnerinnen und Ordner zu verdanken.