Mitteilung von Medizin für Rojava

Mitteilung von Medizin für Rojava

Dieser Winter ist in Kobanê besonders hart

Die Initiative Medizin für Rojava aus Gelsenkirchen schreibt an Freundinnen und Freunde, Unterstützer und Förderer:

Dieser Winter ist in Kobanê besonders hart
Kinder in Kobanê (foto: Medizin für Rojava)

Wir schreiben Euch heute in großer Sorge. Uns erreichen schlimme Nachrichten aus Kobanê und anderen Städten von Rojava / Nordostsyrien. Dieser Winter ist in Kobanê besonders hart. Sie werden von den vereinten Kräften islamistischer Dschihadisten, Regierungstruppen der Al-Jolani-Regierung und von türkischen Militärs angegriffen. Kobanê – ein Symbol des kurdischen Freiheitskampfs – ist eingeschlossen. 


Die Krankenschwestern Wehida und Fidan berichten: Wir sind weiterhin in der Ambulanz, es herrscht aber große Angst. Wir wissen nicht, was in den kommenden Tagen mit uns und unseren Kindern geschieht. Es ist sehr kalt, der Strom ist ausgefallen, ebenso der Treibstoff und auch das Wasser. Wir befinden uns in einer vollständigen Belagerung. Die letzten Medikamente werden noch verteilt, aber es gibt keine Möglichkeit, neue zu besorgen. Die Lebensmittel in der Stadt reichen noch höchstens für eine Woche. Wenn nicht sehr bald eine Lösung gefunden wird, steht uns eine humanitäre Tragödie bevor . . . " 


Kurden in Deutschland berichten: Einige Minuten gibt es Internetverbindung mit unseren Verwandten, sie konnten nur kurz sagen: "Wir sind noch am Leben."  Dr. Basrawi Ali, Leiter der Diabetesambulanz, war im Dezember noch vor Ort. Er berichtete zuletzt: "Wir arbeiten weiter unter extrem schlechten Bedingungen: kein Strom, kein Wasser, kein Internet. Der Sauerstoff geht bald zu Ende. Die ICOR-Geburtsklinik arbeitet weiterhin mit Hochdruck. Viele Menschen haben kaum etwas zu essen und es ist bitterkalt . . ."


Hier gibt es die vollständige Mitteilung.