Dresden
Menschen in Rojava nicht alleine lassen – Dschihadisten stoppen!
Rise up for Rojava berichtet (Auszüge):
Am 25. Januar haben über 800 Menschen in Dresden an der Demonstration „DEFEND ROJAVA“ teilgenommen. Anlass war erneut der Angriff der syrischen Übergangsregierung um den ehemaligen Dschihadisten-Anführer al-Scharaa auf die Demokratische Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien (DAANES) und deren Demokratische Verteidigungskräfte (SDF/QSD). Bereits seit zwei Wochen greifen dschihadistische Milizen aus Al-Qaida und IS unter der Führung des neuen syrischen Präsidenten Gebiete in Nord-Ostsyrien an. Eine vereinbarte Waffenruhe hielten sie kaum ein. Immer wieder werden Angriffe, Massaker, Verschleppungen und Hinrichtungen gemeldet.
Belagerung, unvorstellbare Kriegsverbrechen – der IS kehrt zurück
Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die Sorge um die Zivilbevölkerung in der Region. Andrea Hoffmann von der Initiative für Frieden in Kurdistan erklärte: „Die vorrückenden Banden unter der Kontrolle von Al-Sharaa haben auf ihrem Weg tausende IS-Kämpfer aus Gefängnissen befreit, die bisher von den Selbstverteidigungseinheiten der Selbstverwaltung kontrolliert wurden.
Viele von ihnen haben sich den Milizen angeschlossen und sinnen auf die Wiedererichtung ihrer Schreckensherrschaft. Verbrechen, die schon damals um die Welt gingen, beginnen bereits, sich zu wiederholen: Verschleppung, Vergewaltigungen und Massaker. Deutschland darf wegsehen nicht länger zulassen.“
Die Stadt Kobanê, an der türkischen Grenze, die schon 2014 zum wichtigen Wendepunkt im Kampf gegen den IS geworden war, ist inzwischen erneut umzingelt. Wasser- und Stromversorgung wurden gekappt, die Türkei fährt im Norden Panzer und Artillerie auf. Es droht eine humanitäre Katastrophe.
„Viele Menschen, auch in Dresden, haben Freunde und Familie in der Region. Uns erreichen schreckliche Nachrichten über Hunger, Krankheiten und furchtbare Gräueltaten des IS. Bereits gestern sind mehrere Kinder in Kobanê erfroren. Die Menschen sind entschlossen, sich zu verteidigen, aber schon jetzt werden schlimme Erinnerungen an 2014 wach. Wenn jetzt nicht eingegriffen wird, gibt es eine Katastrophe.“ ...