Erklärung der MLPD
An die verurteilten Bergarbeiter in Chiatura und ihre Familien!
Für das Zentralkomitee der MLPD spricht Peter Weispfenning den verurteilten Bergleuten von Chiatura / Georgien die Solidarität aus:
Mit Empörung haben wir von der Verurteilung von euch vier Bergleuten zu Haftstrafen zwischen 4 und 6 Jahren plus 3 Monaten erfahren. Das darf nicht stehenbleiben! Ihr habt unsere volle Solidarität und Unterstützung. Wir stehen an eurer Seite und werden diese Klassenjustiz in den Großbetrieben in Deutschland und in der Gewerkschaftsarbeit breit bekannt machen. Besonders natürlich unter den Bergleuten und ihren Familien. Wer einen von uns angreift, greift uns alle an!
Die Begründung des Urteils „Organisation und Teilnahme an Bandengewalt“ ist an den Haaren herbeigezerrt und eine Diffamierung. Damit soll euer berechtigter Streik für den Erhalt eurer Arbeitsplätze als terroristischer Akt kriminalisiert werden.
Arbeiter sind aber weder Verbrecher noch Terroristen, ihr kämpft für eine gerechte Sache! Und wer für eine gerechte Sache kämpft, ist nie allein!
Die internationale Arbeiterklasse steht vor der Aufgabe, noch enger zusammenzurücken. Spürbar geht es darum, den Kampf um ihre sozialen und ökologischen Anliegen zu verbinden mit dem Kampf gegen solche Unterdrückungsmaßnahmen, für die Erweiterung demokratischer Rechte und Freiheiten und die Verteidigung des Streikrechts.
Diese Kriminalisierung von Arbeitern ist auch ein Angriff auf das internationale Industrieproletariat, weil hier vier Streikführer der Bergarbeiter stellvertretend für alle verurteilt wurden, die für Arbeitsplätze, ihre Rechte und Umweltschutz kämpfen.
Wir sind sicher, dass die internationale Bergarbeiterbewegung das Skandalurteil und Eure Verurteilung niemals akzeptieren wird.
Wir werden alles daran setzen, die Solidarität und den Kampf um die Freilassung von Euch zu organisieren.
Glückauf!
Peter Weispfenning, Pressesprecher der MLPD