Leserbrief zur "Linksextremismus"-Kampagne

Leserbrief zur "Linksextremismus"-Kampagne

Altbekannte Rhetorik: Zu Throms Äußerungen

Am 14. Januar gab die „Heilbronner Stimme“ dem aus Heilbronn stammenden CDU-Innenpolitiker Alexander Throm (57) Raum für seinen Kampf gegen den „Linksextremismus“, zu dessen angeblicher Verharmlosung die Zeitung gleich auch der „Extremismusforscher“ Hendrik Hansen interviewte. Dazu erreichte uns folgender Leserbrief, der am 28. Januar auch auf Seite 11 der Zeitung veröffentlicht wurde.

Joachim Schweitzer, Heilbronn

Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz war ein Angriff auf die Bevölkerung und hat nichts mit linker Politik zu tun! Es gibt keine Gewerkschaft, keine Umweltgruppe und keine linke Partei, die ihn rechtfertigt oder gar befürwortet.

 

Mit dem Begriff „Linksextremismus“ sollen Vorbehalte im Rundumschlag geschürt werden: gegen MLPD, DKP und Linke, gegen die Rote Hilfe, antifaschistische Gruppen und das Soziale Zentrum „Käthe“. Was hat der „Extremismusforscher“ Hansen denn erforscht?

 

Das ganze Interview liest sich wie ein Aufguss altbekannter antikommunistischer Rhetorik. Herrn Throms Vorstoß ist eine Steilvorlage zum AfD-Wahlkampfauftakt in Heilbronn. Der antifaschistische Protest soll gespalten werden. Alle, die es mit Demokratie und Menschenrechten halten, sollten jetzt erst recht zusammenstehen: von Religion bis Revolution, alle zusammen gegen Krieg und Faschismus!