Wuppertal
„1000 Schüler rufen nach Revolution“
Revolution – mitten in Wuppertal, ausgerechnet in der ehrwürdigen Stadthalle?
Welch eine Freude, dass dieses ansonsten vom Antikommunismus geächtete Wort Revolution aktuell in der Westdeutschen Zeitung auftaucht. Man fühlt sich an das Kommunistische Manifest erinnert, in dem es heißt: „Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus“. Wenn öffentlich wieder von Revolution gesprochen wird, muss sie auch in den Köpfen des gemeinen Volkes herumgeistern – den Herrschenden zum Trotz!
Doch was war da los mit den Schülern? In der historischen Wuppertaler Stadthalle fand ein Schulkonzert statt – mit 1000 Schülern und dem Wuppertaler Symphonieorchester zu Beethovens „5. Symphonie, Revolution“. Das Ganze wurde moderiert von Juri Tetzlav, Moderator von KiKa (Kinderfernsehen).
Und so sagte der Bericht: „Widerstand gegen Unterdrückung, die Sehnsucht nach Freiheit, das gab der damalige Zeitgeist dem Volk mit auf den Weg, der durch die französische Revolution 1789 geprägt war. Die dadurch geprägte Stimmung hatte auch Ludwig van Beethoven erreicht … Juri Tetzlav führte mit diesen Freiheitsgedanken das Schulkonzert ein: ‘Wir wollen die Revolution‘, ließ er das ‘Volk‘ rufen, und die Kinder folgten ihm begeistert. ‘TaTaTa Taa‘ spielten die Musiker, die Kinder klatschten den Rhythmus … Der vierte Satz schließlich brachte endlich die Revolution, Beethoven zündete ab jetzt ein revolutionäres Feuerwerk. Erst dunkle Klänge im Untergrund, dann strahlte die Sonne, aus Hoffnung wurde Triumph“ (Zitate: Westdeutsche Zeitung 23.1.2026).
So kann man auf einfühlsame Art Kindern und Jugendlichen das große Werk von Beethoven nahebringen, aber auch ihre Wünsche nach Freiheit von Ausbeutung und Unterdrückung, nach freiem Denken, zum Ausdruck bringen. Dieses Konzert zeigte unüberhörbar, dass die Jugend begeistert werden kann, ihre Hoffnung und „Freiheitsgedanken“ organisiert in ein „revolutionäres Feuerwerk“zu verwandeln. Früh übt sich …