Rojava/Syrien
"Wir werden unsere Errungenschaften verteidigen "
Der Oberkommandierende der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD), Mazlum Abdi, hat sich zum in Damaskus verkündeten Abkommen geäußert. In einer Botschaft betont er, dass der Krieg der Selbstverwaltung aufgezwungen wurde und kündigt an, alle Errungenschaften der letzten Jahre verteidigen zu wollen. Rote Fahne News dokumentiert die Erklärung.
„Seit dem 6. dieses Monats befinden wir uns in einem heftigen Krieg. Wir haben viele Gefallene und Verletzte zu beklagen. Bevor ich mich auf den Weg nach Damaskus mache, möchte ich einige Punkte mit unserem Volk teilen.
Dieser Krieg wurde uns aufgezwungen. Wir wollten ihn verhindern. In unserem letzten Treffen am 4. Januar in Damaskus und bei den darauffolgenden Gesprächen – auch beim Treffen in Hewlêr – haben wir alles darangesetzt, diesen Krieg abzuwenden. Doch leider war dieser Krieg von verschiedenen Seiten im Voraus geplant. Er wurde uns aufgezwungen – und so sind wir in diese Situation geraten.
Es war geplant, diesen Krieg in einen inneren Konflikt zu verwandeln – in einen Bürgerkrieg. Um das zu verhindern, um weiteres sinnloses Blutvergießen und zivile Opfer zu vermeiden, haben wir uns auf eine taktische Vereinbarung verständigt: Die Kräfte aus Deir ez-Zor und Raqqa wurden in die Region Hesekê verlegt.
Nach meiner Rückkehr aus Damaskus werde ich ausführlicher über die getroffene Vereinbarung sprechen. Aber schon jetzt will ich eines deutlich sagen: Wir werden die Errungenschaften unserer Revolution und unseres Volkes verteidigen – mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln. Wir werden den besonderen Charakter unserer Region bewahren. Wir haben die Kraft dazu, und wir werden unsere Bemühungen in diese Richtung fortsetzen.
Dies ist ein Kampf – ein langwieriger Kampf. Unsere Bevölkerung, unsere Organisation und unsere Weggefährt:innen werden auch diesen Krieg bestehen – so wie wir in den letzten 14 Jahren jeden anderen bestanden haben.“