Gelsenkirchen
Volle Solidarität im Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz mit der Belegschaftt von TKES!
Unter der Überschrift "Volle Solidarität von AUF im Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz mit der Belegschaftt von TKES in Gelsenkirchen!" hat Jan Specht, Stadtverordneter des fortschrittlichen Kommunalwahlbündnisses AUF, eine aktuelle Pressemitteilung veröffentlicht. Rote Fahne News dokumentiert sie.
(...) Jan Specht positionierte sich für AUF Gelsenkirchen: "In der Tat ist der Standort in Gelsenkirchen sehr bedeutend und muss erhalten werden. Es ist richtig, dass die aktuelle Krise global eingeordnet werden muss. Wir erleben eine Verschärfung der kapitalistischen Konkurrenz, die in einer Vernichtungsschlacht gipfelt. Lange Jahre wir Deutschland in der Stahlproduktion führend und „überschwemmten" den Weltmarkt. Nach wie vor ist die deutsche Stahlproduktion die größte in der EU. Das Prinzip der ungleichmäßigen Entwicklung ist eine Gesetzmäßigkeit in der kapitalistischen Entwicklung. Mit der Protektion der deutschen Industrie wird die Vernichtungsschlacht unweigerlich weiter vorangetrieben, das ist nicht die Lösung.
Bei TKES steht kein Arbeits- und Ausbildungsplatz zur Disposition! Was wir derzeit erleben, ist eine Konzernumstruktierung für den Maximalprofit und um auf dem Weltmarkt eine führende Position zu behaupten. Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, dass nach der Abspaltung des Segments Marine Systems und der Verselbständigung weiterer Segmente die einzelnen Geschäfte am Kapitalmarkt neu bewertet wurden und die thyssenkrupp-Aktie auf ihren Höchststand im Geschäftsjahr mit 11,81 € am 26. September 2025 stieg gegenüber 3,15 € im November 2024.
Arbeiterinnen und Arbeiter hier wie dort sollten sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Mit den chinesischen und indischen Kollegen haben sie ein gemeinsames Interesse für gute Arbeitsstandards und Entlohnung und sollten zusammen dafür einstehen. Alles andere führt zu nationalistischer Politik bis hin zu Kriegen. In den Stahlbetrieben haben sich Tausende Kolleginnen und Kollegen dazu positioniert und den Plänen von TKES eine Absage erteilt. Arbeiterinnen und Arbeiter aus vielen Betrieben wissen aus Erfahrung, dass Verzicht keine Arbeitsplätze rettet.
Auch die Gewerkschaft IG Metall ist herausgefordert, mit den Kolleginnen und Kollegen die Vernichtung von mindestens 3700 Arbeitsplätzen zu verhindern. 'Wir werden uns mit Zähnen und Klauen verteidigen', hieß es 2024 bei TKSE in Gelsenkirchen. Betriebs- und konzernübergreifend kämpfen um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz - diese Perspektive hat Zukunft! Dafür können die Kolleginnen und Kollegen auf die solidarische Unterstützung von AUF vertrauen."
Mit freundlichen Grüßen
Jan Specht
Stadtverordneter