Gelsenkirchen
Über 3000 Menschen demonstrierten friedlich und entschlossen gegen die Angriffe auf die Kurden in Rojava
Gleich zwei Kundgebungen und Demonstrationen waren am Montagabend auf dem Heinrich-König-Platz für die Solidarität mit den Kurden in Rojava gegen die Angriffe durch das syrische Dscholani-Regime und das türkische Militär angemeldet. Gemeinsam demonstrierten über 3000 Menschen, vor allem Kurden aus der Region mit ihren Familien, eindrucksvoll und entschlossen durch die Bahnhofstraße.
Die menschenverachtende Politik Syriens unter dem selbsternannten Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa (al-Dscholani) und der Türkei wurde angeprangert – in größter Eiseskälte wurde der Bevölkerung in Kobanê Strom, Wasser und Nahrungsmittel verweigert. Kinder erfrieren.
„Kobanê wurde 2014 zum Symbol des Widerstands gegen den faschistischen ‚Islamischen Staat‘ (IS) und für eine Zukunft in Demokratie und Gleichberechtigung von Mann und Frau. Wir lassen nicht zu, dass an Kobanê jetzt Rache geübt wird“, so ein kurdischer Teilnehmer.
Kritisiert wurde auch die Bundesregierung, die anstatt entschieden gegen die Angriffe auf die Kurden zu protestieren, sogar al-Scharaa nach Berlin einlud. Ebenso wurde EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen angeprangert – sicherte sie diesem Regime doch über 600 Millionen Euro „Aufbauhilfe“ zu, um wirtschaftlichen und politischen Einfluss zu sichern.
Leider demonstrierten nur sehr wenige deutsche Mitbürger mit. Einzig die MLPD war als Partei erkennbar solidarisch beteiligt. Gefordert wurde, dass sofort alle Beziehungen zwischen Deutschland und dem Dscholani-Regime beendet werden und Abschiebungen demokratischer syrischer Geflüchteter unterbleiben.
Viele Kinder erklärten am Mikrophon: „Wir sind Kinder und wir wollen auch ein schönes Leben!“ Die Kundgebung wurde beendet mit dem Versprechen: „Das war eine wichtige Demonstration – wir werden weiter kämpfen und uns wiedersehen!“