Solidaritätserklärung der Betriebsgruppe der MLPD am Uniklinikum Essen
Tarifrunde: Eure Forderungen sind mehr als berechtigt!
Die Betriebsgruppe der MLPD am Uniklinikum Essen schickt den dort Streikenden Solidaritätsgrüße:
Liebe Beschäftigte am Uniklinikum in Essen, wir überbringen euch die volle Solidarität der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) für eure Forderungen in der Tarifrunde und für eure Streikaktionen.
Eure Forderungen sind mehr als berechtigt: mehrere Jahre Reallohnverluste, anhaltende Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Miete usw. – und das bei ständig steigender Belastung und grassierendem Personalmangel in Kitas, Krankenhäusern, Entsorgungsbetrieben oder Behörden.
Jetzt angeboten wird gerade mal eine Erhöhung auf dem Niveau der Inflation, bei einer Laufzeit von 29 Monaten – das ist eine Provokation! Wer weiß jetzt schon, was bis dahin die Miete, Energie oder der Einkauf kosten? Aktuell liegt die Gurke bei 1,39 Euro – und im Juni 2028? Denn bis dahin gäbe es keine neue Tarifrunde.
Ihr Beschäftigten am Essener Uniklinikum habt mit eurer Gewerkschaft Ver.di eine lange kämpferische Tradition! Mit wochenlangen Streiks um Tarifforderungen, Entlastung und mehr habt ihr immer wieder Mut, Zusammenhalt und Ausdauer bewiesen und wart Vorreiter im Kampf für wichtige Verbesserungen.
Manchen fällt das Streiken dieses Mal aber auch noch schwer. Warum? Zum einen wird ein enormer Druck gerade im ärztlichen Bereich ausgeübt, dass es Entlassungen geben soll, und das macht manchem Angst. Zum anderen gibt es berechtigten Unmut, dass die erstreikte Entlastung noch nicht auf den Stationen spürbar wird. Aber beides sind gerade Gründe, jetzt mitzustreiken! Es wird uns nichts geschenkt – der Zusammenhalt in der Gewerkschaft ist unsere Stärke und die Konfrontation mit der Klinikleitung darf nicht gescheut werden. Um dabei den Anfang zu machen, braucht es die Solidarität. Die habt ihr, jetzt und in Zukunft. An den Aussagen von Kanzler Merz, dass wir angeblich alle zu wenig arbeiten und nur aus Faulheit krankfeiern, merken wir doch, was auf uns zukommt.
Im gemeinsamen Kampf spüren wir die Stärke, die in uns Arbeitern und Arbeiterinnen steckt. Nur wer kämpft kann gewinnen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren! ...