Pressemitteilung der Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa (ATIK)
Solidarität mit der Bevölkerung Rojavas
Die ATIK erklärt der Bevölkerung Rojavas ihre Solidarität (Auszüge):
Die von den von Dscholani angeführten HTS-Banden begonnenen Angriffe auf die Bevölkerung verschiedener Nationen, Nationalitäten und Glaubensrichtungen in Rojava, die am 6. Januar in den Stadtteilen Şêxmeqsûd und Eşrefiyê in Aleppo gestartet wurden, haben sich mittlerweile auf weitere Städte ausgeweitet. Dass diese Angriffe von der syrischen Übergangszentralregierung initiiert wurden und zeitlich mit den am 5. bis 6. Januar in Paris unter Führung der USA abgehaltenen Syrien-Israel-Gesprächen zusammenfielen, ist ein Beweis dafür, dass die Operation mit Zustimmung der USA und des israelischen Staates durchgeführt wurde.
Nachdem die faschistischen HTS-Banden die Macht übernommen haben, verüben sie systematisch Massaker an der Zivilbevölkerung. Zunächst richteten sich die Angriffe gegen die im Land lebenden Drusinnen und Drusen, bei denen Hunderte Menschen ermordet und Tausende vertrieben wurden. Anschließend griffen sie die von Alevitinnen bewohnten Regionen an und ermordeten dort Hunderte Menschen auf brutale Weise auf offener Straße.
Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass auch die Streitkräfte des türkischen Staates an diesen Angriffen beteiligt sind und diese sogar direkt leiten. Insbesondere in den von den faschistischen Banden veröffentlichten Aufnahmen sind eindeutig Soldaten mit türkischer Flagge zu sehen. Die Erklärung Erdoğans vom 19. Januar, „… Ich habe mit meinem Bruder Ahmet Scharaa ein Telefongespräch geführt. Ich habe ihm zu dem Abkommen und der Operation gratuliert“, stellt ein offenes Eingeständnis seiner Beteiligung an dieser Operation dar.
Gefängnisse mit IS-Mitgliedern sollen eingenommen werden
Während bei den von den faschistischen Banden fortgesetzten Operationen einerseits die Zivilbevölkerung massakriert wird, wird andererseits versucht, Gefängnisse zu übernehmen, in denen IS-Mitglieder festgehalten werden. In einer Erklärung der SDF (Syrische Demokratische Kräfte) wurde mitgeteilt, dass die Aktan- und das Şedadê-Gefängnis in Raqqa, in denen IS-Angehörige inhaftiert waren, von HTS- und der Türkei nahestehenden Banden eingenommen wurden. Obwohl sich nur zwei Kilometer vom Şedadê-Gefängnis entfernt ein Stützpunkt der internationalen Koalitionskräfte befindet, griffen diese nicht ein. Dies zeigt deutlich, dass der Angriff von diesen Kräften unterstützt wurde.
Lasst uns den Widerstand Rojavas verteidigen! ...