Aktionsstand der Gaza-Solidaritäts-AG in Bochum

Aktionsstand der Gaza-Solidaritäts-AG in Bochum

Solidarität mit den Menschen in Gaza, Rojava und Iran

Unter dem Motto "Solidarität mit den Menschen in Gaza, Rojava und Iran - Gegen alle Imperialisten und Faschisten!" führten wir mit unserer Gaza-Soli-AG aus Bochum am 23. Januar einen Aktions- und Proteststand im Bochumer Bermuda-Dreieck durch. Mitten im belebten Kneipenviertel erreichen wir viele Leute, hatten uns mit Schildern, Literatur und heißen Getränken vorbereitet.

Korrespondenz

Zu Beginn begrüßten wir alle herzlich und machten eine Schweigeminute: für über 100.000 Tote in Gaza, die Opfer des Völkermords durch die israelische Regierung wurden, davon über die Hälfte Frauen und Kinder. Für über 18.000 Tote im Iran, die innerhalb von zwei Tagen durch das Regime umgebracht wurden, nur weil sie für Freiheit demonstrierten. Und für Tausende in Syrien, die durch die faschistische Regierung getötet wurden und wo aktuell in Kobane und Nordsyrien die Kurdinnen und Kurden erbittert Widerstand leisten.

 

In Redebeiträgen von jungen Leuten aus dem Iran, Rojava und Deutschland wurde klar: An immer mehr Fronten spitzt sich die Lage auf der Welt zu. Wir stärken dagegen unseren gemeinsamen Kampf und internationale Solidarität. Dementsprechend hatten wir auch das iranische Lied „Baraye“, das palästinensische Lied „Leve Palästina“ und das Lied „Wir folgen unserm Herz nach Kurdistan“ vorbereitet.

 

Wir protestierten gemeinsam gegen die deutsche Regierung, die mit allen reaktionären und faschistischen Regierungen weltweit zusammenarbeitet. Wer sich so gegenüber einem Trump, einem Netanjahu oder einem Al Sharaa verhält, kann und will auch Faschisten in Deutschland nicht ernsthaft bekämpfen. Und wir klärten über die komplizierte Lage auf. So sagte ein junger Iraner: „Der Aufstand im Iran ist Teil eines weltweiten Machtkampfs. Eine gefährliche Vorbereitung neuer Kriege zwischen Großmächten ist im Gange. Doch trotz allem dürfen wir uns nicht zu Instrumenten imperialistischer Mächte machen lassen. Das iranische Volk strebt nach Freiheit, aber nicht nach Freiheit für die Monarchie, die sich als Handlanger der faschistischen Regierungen in den USA oder Israel anbiedern. Unser Kampf gehört uns selbst. Er ist ein Kampf für Freiheit, Würde, soziale Gerechtigkeit und ein Leben ohne Unterdrückung“.

 

Eine junge Ärztin berichtete, warum sie sich entschieden hat, als Brigadistin nach Gaza zu gehen. Die Lage dort ist katastrophal. Das ist für uns Verpflichtung, diesen Kampf zu führen. Eine andere Rednerin ging darauf ein, dass wir heute so viele Krisenherde erleben und überall komplizierte Auseinandersetzungen toben. Aber es kommt nicht in Frage, sich dann rauszuhalten, sondern wir müssen uns einen klaren Standpunkt verschaffen.

 

Ein Genosse der MLPD sprach am Mikro: In Davos kamen gerade die mächtigsten Menschen der Welt zusammen. Sie sind bereit, die Menschheit in den Abgrund zu stürzen. Aber das lassen wir nicht zu! Deshalb kämpfen wir für eine sozialistische Gesellschaft!

 

Genau deshalb luden wir dazu ein, sich zu organisieren. Eine junge Frau spendete fürs Al-Awda-Krankenhaus, sagte aber auch: „Mehr als spenden kann man nicht tun“. Doch - sich mit anderen zusammenschließen und sich Durchblick verschaffen, dann kann man Großes auf die Beine stellen! Viele Leute blieben stehen, diskutierten mit uns und wir sammelten fast 100 Euro für das Al-Awda-Krankenhaus in Gaza.

 

Zwar waren viele auf dem Weg in die nächste Kneipe, aber trotzdem nahmen sich viele die Zeit, in Ruhe zu sprechen. Dabei trafen wir junge Leute aus dem ganzen Ruhrgebiet, auch einige aus Betrieben wie Thyssen. Wir können solche Aktionen auch anderen AGs empfehlen!