Palästina

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Sechs palästinensische PFLP-Gefangene mit schweren Gesundheitsproblemen

Sechs palästinensische politische Gefangene der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), die seit 2002 inhaftiert sind und zu lebenslanger Haft in israelischen Gefängnissen verurteilt wurden, leiden unter einer ernsthaften Verschlechterung ihres Gesundheitszustands aufgrund der anhaltenden Isolation, Strafverlegungen und einer Politik der systematischen medizinischen Vernachlässigung.

Von Roland Meister
Sechs palästinensische PFLP-Gefangene mit schweren Gesundheitsproblemen
Ahmad Sa’adat (mitte, in Handschellen) in Haft (foto: privat)

Es handelt sich um Ahmad Sa’adat, Ahed Abu Ghlama, Hamdi Qur’an, Majdi Rimawi, Mohammad Rimawi und Basel al-Asmar. Der inhaftierte Generalsekretär der PFLP, Ahmad Sa’adat, ist dabei besonders betroffen.


Nach Berichten wurde der 72-jährige Generalsekretär der PFLP bei seiner Verlegung von der Einzelhaft im israelischen Megiddo-Gefängnis in das israelische Gannot-Gefängnis brutal zusammengeschlagen. In dieser Einrichtung werden immer wieder politische Gefangene misshandelt, gefoltert und entrechtet.


Ahmad Sa’adat wurden hygienische Maßnahmen verweigert. Er erkrankte an Krätze, einer in israelischen Gefängnissen aufgrund mangelnder Pflege weit verbreiteten Krankheit. Die extreme Isolation in Ganot, wo Familien- und Rechtsbesuche weitgehend verboten sind, verhindert, dass diese Missstände vollständig aufgedeckt werden. Gleichzeitig leiden viele Gefangene, darunter auch solche, die im Gazastreifen verhaftet wurden, unter physischer und psychischer Folter, sexueller Gewalt, Nahrungsentzug und unzureichender medizinischer Versorgung. In den letzten zwei Jahren wurden Dutzende Todesfälle in Haft gemeldet.