Webinar der United Front
Hände weg von Venezuela!
Das Jahr begann mit einem Paukenschlag: In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar bombardierten die USA Ziele in Venezuela, töteten über 80 Menschen, kidnappten den gewählten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau und entführten beide in die USA. Der US-Präsident Donald Trump dünkt sich als Friedensengel. Gegenüber Venezuela entpuppte er sich stattdessen erneut als Brandstifter Nummer 1.
Mit diesem offen kolonialistischen Staatsstreich verschärfte sich die Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Unmittelbar brandete eine Welle der Proteste gegen den Überfall und der Solidarität mit dem venezolanischen Volk auf. Weltweit verurteilten fortschrittliche und revolutionäre Organisationen die imperialistische Piraterie. Die internationale antiimperialistische Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung (United Front) hatte in weiser Voraussicht bereits im Dezember 2025 die Initiative ergriffen. Zwischen dem 23. und dem 31. Dezember stimmten sich die Kräfte der United Front ab, am 31. Dezember luden die beiden Co-Präsidentinnen breit zu einem außerordentlichen Webinar der Einheitsfront ein. Am 18. Januar fand es statt.
Inzwischen hatte Trump mit seinem gierigen Griff nach Grönland die weltpolitische Lage weiter eskaliert. Im Iran entwickelten sich in 200 Städten Massenkämpfe, gegen die das faschistische Mullah-Regime mit aller Brutalität vorging. In den USA selbst gab es nach dem faschistischen Mord durch die ICE an einer jungen Frau in Minneapolis landesweite antifaschistische Proteste. Eine weltpolitische Lage also voller Herausforderungen! Binnen weniger Tage hat die United Front geballten Sachverstand aus Lateinamerika, den USA und weiteren Ländern für das außerordentliche Webinar "Hände weg von Venezuela!" mobilisiert.
Monika Gärtner-Engel, Co-Präsidentin der United Front, konnte mehr als 150 Webinar-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer aus 24 Ländern und von vier Kontinenten willkommen heißen. "Im Grunde ist es das Spektrum der Zimmerwaldkonferenz 2.0, das sich heute im Webinar versammelt und beratschlagt, wie wir den Kampf gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung weltweit weiterentwickeln. Dazu tauschen wir Überlegungen und Erfahrungen aus, lernen voneinander, planen länderübergreifende Aktivitäten und halten fest, welche Meinungsverschiedenheiten wir im Lauf der Zeit diskutieren und klären. Unsere erprobte solidarische Streitkultur ist da ein ganz wichtiges Faustpfand."
Das Webinar startete mit vorbereiteten Impulsbeiträgen, danach entfaltete sich eine lebhafte Diskussion.
Jovino Nunez, ICOR Lateinamerika und PC (ML) Dominikanische Republik
Angesichts der Aggression der Vereinigten Staaten gegen Venezuela müssen wir den antiimperialistischen Kampf weltweit intensivieren
Der US-Imperialismus verliert an Kraft, und er weiß das, denn die Welt wird immer multipolarer, und er kann nicht mehr wie früher nach Belieben schalten und walten. Angesichts seines hegemonialen Niedergangs als Supermacht versucht er nun mit allen Mitteln, verlorene Gebiete in der globalen Geografie zurückzugewinnen, insbesondere in Amerika, dessen Länder er immer als seinen Hinterhof betrachtet hat. ... Angesichts der komplexen Situation, in der sich die Welt befindet, mit kriegerischen Auseinandersetzungen, die einen dritten Weltkrieg immer wahrscheinlicher machen, kommt für die Revolutionäre eine schwierige Aufgabe hinzu: die Bemühungen zu verstärken, die antiimperialistischen Gefühle und die Solidarität zu stärken, um dem Imperialismus in Amerika und der Welt, dem Faschismus und dem Kapitalismus Widerstand zu leisten und sie zu besiegen. Und auf seinen Trümmern eine neue Gesellschaft entstehen zu lassen: eine klassenlose Gesellschaft, eine sozialistische Gesellschaft. Die vereinten Völker werden niemals besiegt werden!
Beitrag Jovino Nunez ungekürzt (pdf)
Alejandro Tapia, Kolumbien
Alejandro Tapia spricht über die gebotene Solidarität mit dem venezolanischen Volk und unter anderem auch über Widersprüche innerhalb der US-Regierung
Die Volksbewegung in den USA, die unterschiedliche Dimensionen und Interessen hat, steht den faschistischen Positionen der Regierung gegenüber, wie es derzeit gegen die ICE geschieht, hat aber einen doppelten Charakter: den echten Kampf des Volkes und die Äußerungen der Demokraten, die die Kämpfe zu ihrem eigenen Vorteil nutzen wollen. Heute hat die USA alle Möglichkeiten, sich auf einen Bürgerkrieg zuzubewegen. Lateinamerika und die Karibik im interimperialistischen Streit mit Trumps Nationaler Sicherheitsstrategie. Seit dem 3. Januar 2026 erleben wir jedoch eine neue Phase dieses Konflikts zwischen den drei Imperialismen Russlands, Chinas und der USA um die politische Kontrolle und die Ressourcen.
Beitrag Alejandro Tapia ungekürzt (pdf)
PCMLV Venezuela
Von der Unidad Popular Revolucionaria Antiimperialista UPRA und den revolutionären marxistisch-leninistischen Demokraten
Moderatorin Monika Gärtner-Engel: Was zur kämpferischen Tat werden soll und wird, muss zuvor durch die Köpfe! Es besteht viel Klärungsbedarf. Das Webinar ermöglicht eine länderübergreifende schöpferische Diskussion.
Wir haben eine ziemlich komplizierte Situation. Wir möchten sagen, dass das venezolanische Volk, das Widerstand leistet und gegen die imperialistische Aggression kämpft unter diesen nach wie vor schwierigen Bedingungen weiterkämpft und wir nicht zulassen werden, dass dies von diesen imperialistischen Kräften zerstört wird. Der Kampf ist nicht einfach. Es besteht ein großes Ungleichgewicht zwischen einer imperialistischen Macht und einem Volk, das sich dieser Aggression widersetzt. Wir mobilisieren uns auf den Straßen. Wir sind sehr dankbar für die internationale Solidarität.
Unser Kampf gilt der nationalen Befreiung und dem Aufbau einer Volksdemokratie auf dem Weg zum Sozialismus
Gonzalo Gómez von Marea Socialista, Venezuela
Marea Socialista ist die venezolanische Sektion der Internationalen Sozialistischen Liga (ISL)
Unsere kategorische Ablehnung des Imperialismus bedeutet nicht, dass wir das venezolanische Regime unterstützen. Wir haben Maduro und seine bürokratisch-kapitalistische, autoritäre und arbeiterfeindliche Regierung, deren Maßnahmen zur aktuellen Katastrophe beigetragen und ihr den Verlust der Unterstützung durch die arbeitende Bevölkerung eingebracht haben, niemals politisch unterstützt. Für uns stellte das Maduro-Regime einen Bruch mit den progressiveren Politiken von Chávez dar. Wir rufen die Arbeiterklasse und das Volk dazu auf, sich sowohl gegen den Imperialismus als auch gegen die bürgerliche Rechte zu stellen, die die US-Intervention gefordert und unterstützt hat.
Beitrag Gonzalo Gómez ungekürzt (pdf)
PCR Argentinien
Die PCR verurteilt die kriminelle Verletzung der venezolanischen Souveränität und des Völkerrechts durch die Trump-Regierung
Die PCR Argentinien bekundet ihre uneingeschränkte Solidarität mit dem Volk und der Schwesterrepublik Bolivarische Republik Venezuela angesichts dieser kriegerischen Eskalation. In unserem Land gibt es eine Debatte über die Charakterisierung der Regierung Maduro, über ihre Legitimität und über die Achtung der demokratischen Freiheiten. Wir sind jedoch der festen Überzeugung, dass kein anderes Land das Recht hat, sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einzumischen. Nur das venezolanische Volk hat das Recht, über sein Schicksal zu entscheiden. ... Es ist das erste Mal seit 1989, mit der Invasion Panamas und der Entführung Noriegas, dass die Vereinigten Staaten offen militärisch in unserer Region intervenieren, was unvorhersehbare Folgen haben kann.
Beitrag der PCR Argentinien ungekürzt (pdf)
Ricardo Cohen, PCR Uruguay
Die Rede Trumps nach dem Angriff machte deutlich, dass es hier um Öl und vor allem um die politische und militärische Kontrolle der Region geht,
Die internationalistische Solidarität der Völker Unseres Amerikas und weltweit hat sich in sehr bedeutenden Mobilisierungen bemerkbar gemacht. ... Dank der Vorarbeit gelang es, am 3. Januar eine bedeutende Mobilisierung im Zentrum von Montevideo zu erreichen, mit anschließendem Marsch zur US-Botschaft. Die opportunistische Regierung der Frente Amplio unterzeichnet einerseits mit Brasilien, Chile, Kolumbien und Mexiko eine Erklärung gegen den militärischen Angriff der USA, aber Präsident Orsi erklärt dann, dass er „die Verhaftung Maduros als positiv ansieht, wenn dadurch der Sturz des Regimes erreicht wird”.
Beitrag der PCR Uruguay ungekürzt (pdf)
Frank Hammer, USA
Frank Hammer ist Automobilarbeiter aus Detroit, Aktivist der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung, Umweltkämpfer, Antifaschist
Ich freue mich, euch berichten zu können, dass Anfang Januar in 70 bis 100 Städten Proteste der amerikanischen Bevölkerung gegen die militärische Invasion Venezuelas durch die Trump-Regierung und die Entführung seines Präsidenten Nicolás Maduro stattfanden. Diese Aktionen waren Teil einer globalen Bewegung gegen den US-Imperialismus in Lateinamerika und zeugten von einem wachsenden bewussten Widerstand gegen den Imperialismus als globales Herrschaftssystem und einer zunehmenden grenzüberschreitenden Einheit.
Wir dürfen den Titanen der fossilen Brennstoffe nicht durch Schweigen zustimmen.
Beitrag von Frank Hammer ungekürzt (pdf)
Sergio Garcia, MST Argentinien
Mitglied der MST im Nationalen Vorstand der Frente de Izquierda Unidad (Einheitsfront der Linken) – Außerdem Vorsitzender der LIS (Internationale Sozialistische Liga)
Keine demokratische Lösung für Venezuela wird aus den USA kommen, es ist das souveräne Volk, das über alles entscheiden muss. ... Angesichts dieser Situation müssen wir eine möglichst breite und massive Einheit der Aktion auf der Straße entwickeln, wir müssen Millionen von Arbeiter*innen und Jugendlichen sein, die sich allen imperialistischen Plänen widersetzen und sogar kontinentale Generalstreiks fordern. Das sind dringende, unverzichtbare Aufgaben. Deshalb muss diese Veranstaltung und viele andere, die gerade stattfinden oder geplant sind, Teil einer großen gemeinsamen und internationalistischen Solidaritätskampagne mit dem venezolanischen Volk sein.
Beitrag von Sergio Garcia ungekürzt (pdf)
Steve Zeltzer, USA
Beitrag des United Front Committee for a Labor Party – UFCLP: "Venezuela, Faschismus und der Todeskampf des US-Imperialismus"
Die objektiven Bedingungen für die Arbeiterklasse der Welt, diese Krise zu lösen und einen Weltkrieg zu verhindern, indem sie um die Macht kämpft, wachsen. Eine wichtige Lehre aus dem Kampf gegen den Faschismus in Deutschland war die Notwendigkeit von Einheitsfronten der Arbeiterklasse. Diese Einheitsfronten gegen Faschismus, Krieg und Imperialismus müssen global organisiert werden. Die Klassenfragen, die uns verbinden, und der Aufbau einer Massenpartei der Arbeiterklasse können das bestehende politische Vakuum füllen und die Grundlage für einen erfolgreichen Kampf der Arbeiterklasse weltweit um die Macht bilden.
Wir stehen vor der Wahl zwischen Barbarei und Sozialismus, und nur die Arbeiterklasse kann den Imperialismus und den Weltkrieg stoppen.
Beitrag von Steve Zeltzer ungekürzt (pdf)
Moderatorin Monika Gärtner-Engel zum Abschluss der Einleitungsbeiträge: Es ist sehr bedeutsam, dass von diesen Impulsbeiträgen unseres Webinars eine ganz klare einheitliche Positionierung gegen den globalen Hauptkriegstreiber US-Imperialismus ausgeht. Der Zusammenhang zur US-Strategie wurde hergestellt: Die USA unter dem faschistischen Präsidenten Trump maßen sich an, einen hegemonialer Anspruch über die ganze Welt zu erheben. Und das mit richtig kolonialen Methoden. Auch die Ansprüche und Attacken anderer Imperialisten wurden herausgearbeitet. Der Überfall auf Venezuela steht in weltpolitischem Kontext. Verschiedene Redner hoben auch damit zusammenhängende Umweltfragen hervor, u.a. zum venezolanischen Schweröl. Zur Maduro-Regierung in Venezuela positionierten sich die Redner nicht kritiklos, aber seine Politik war auf jeden Fall ein Rückschritt gegenüber der von Hugo Chavez. Chavez war ein Antiimperialist gegen die USA, verbreitete aber aktiv die Illusion des "Sozialismus des 21. Jahrhunderts", was trügerische Hoffnungen schuf. Diese Debatte ist wichtig, um sich über die Perspektiven des Kampfs um nationale und soziale Befreiung einig zu werden (siehe auch untenstehenden Lektüre-Tipp "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution"). Als praktische Konsequenz aus dem Webinar sollten wir wieder einen "Tag X" vereinbaren.Tolle Nachricht aus dem parallel laufenden Webinar-Chat: Die Freunde von der Russischen Maoistischen Partei RMP wollen alle Webinar-Beiträge aus den lateinamerikanischen Ländern ins Russische übersetzen!
- Einige erstmalige Webinarteilnehmer kamen über den Zimmerwald 2.0-Prozess zur United Front
- Von Zimmerwald 2.0 ging ein sehr wichtiges Signal der Bündnispolitik gegen die Weltkriegsgefahr aus
- Auf YouTube steht der komplette Livestream der Zimmerwald 2.0-Konferenz zur Verfügung: Hier der Link
- Gedruckte Doku (siehe Abbildung): Hier bestellen!
- Webseite der Zimmerwald 2.0-Konferenz
Es folgt die freie Webinar-Diskussion
Roter Keil aus Belarus
In diesem Konflikt darf eine Wahrheit nicht ignoriert werden: Ein Land, dem Waffen verweigert werden, ist ein Land, das auf die Niederlage vorbereitet wird. Keine Nation kann ihre Souveränität verteidigen, wenn sie bewusst militärisch schwach gehalten wird.
Russische Maoistische Partei (RMP)
Nur das venezolanische Volk hat das Recht, über sein Schicksal zu entscheiden - niemand von außen, weder die Amis noch sonst jemand. ... Dabei hat die Regierung Maduro einen schweren Fehler gemacht: Statt sich auf das eigene Volk, auf die bewaffnete Mobilisierung der Massen und den unabhängigen Kampf zu verlassen, hat sie sich zu sehr auf Hilfe von außen verlassen - auf die Kubaner für die Sicherheit, auf die Russen und Chinesen für die Verteidigung und die Waffen.
Communist Workers Association Sweden
Die US-Imperialisten selbst erkennen an, dass die Ölfrage von zentraler Bedeutung ist und dass sie einen Machtwechsel zu einem US-freundlichen Vertreter sicherstellen werden (und in der Zwischenzeit selbst regieren werden). Wenn Imperialisten sich hinsetzen und Marionetten auswählen, die für sie regieren sollen, gibt es keine Demokratie. Ebenso ging es in Irak, Afghanistan oder anderen Ländern, die die USA angegriffen haben, nicht um Demokratie.
www.arbetarforeningen.se
Kommunistische Arbeiterorganisation Schweden ungekürzt (pdf)
Växjös Gnista Schweden
Mit diesem Angriff versucht der US-Imperialismus, seine verlorenen imperialistischen Interessen in Venezuela zurückzugewinnen und zu festigen – Interessen, die zunehmend in die Hände rivalisierender imperialistischer Mächte wie China, Russland und Iran gefallen sind. Genau dieser alarmierende Sprung von der Ebene der wirtschaftlichen Rivalität zur Ebene des offenen Militarismus birgt die Gefahr, den Weg zu einem Dritten Weltkrieg zu ebnen.
Beitrag der Zeitschrift "Aufruf für eine Neue Welt" aus der Türkei
Die Arbeiter und Werktätigen Venezuelas müssen an vorderster Front gegen die militärischen Angriffe des US-Imperialismus kämpfen und die nationale Unabhängigkeit ihres Landes verteidigen! Gleichzeitig müssen sie einen eigenständigen Klassenkampf gegen die Herrschaft der nationalen Bourgeoisie führen, sich revolutionär organisieren und die bürgerliche Macht durch eine Revolution zerschlagen!
Aufruf für eine Neue Welt ungekürzt (pdf)
Suwash von der NCP Nepal
Wenn es in der heutigen Zeit zu einem Weltkrieg kommt, ist es sehr wahrscheinlich, dass dieser nuklear geführt wird. Wenn es heute zu einem Atomkrieg kommt, besteht die Gefahr, dass die gesamte Menschheit vernichtet wird. Daher ist es heute die Pflicht aller Menschen weltweit, sich gegen den Imperialismus und seine Kriegspolitik zu stellen. Heute haben wir keine andere Wahl: Entweder muss der Imperialismus besiegt werden, oder er wird die ganze Welt zerstören.
Beitrag von Suwash ungekürzt (pdf)
Beitrag der MLPD aus Deutschland
Es wächst [aber] zugleich auch das Potenzial einer revolutionären Weltkrise und der Kräfte gegen den Imperialismus mit seinem Faschismus und Krieg.
Unsere Solidarität schließt die Kritik an der revisionistischen Politik Maduros auf jeden Fall mit ein, die von der antiimperialistischen Richtung unter Chavez abrückt, Venezuela neuen Imperialisten preisgibt und auch Arbeiterkämpfe und Marxisten-Leninisten unterdrückt.
Beitrag der MLPD ungekürzt (pdf)
Fritz Ullmann vom Internationalistischen Bündnis in Deutschland
Die multipolare Welt ist eine Welt konkurrierender Imperialisten, wie Putins Russland, Xis China oder die von Deutschland und Frankreich angeführte Europäische Union. Wir dürfen uns auf keine Seite stellen, sondern müssen sie alle bekämpfen, vor allem diejenigen in unseren eigenen Ländern.
Beitrag vom Internationalistischen Bündnis aus Deutschland (pdf)
ATİK - Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa
Ähnliches [wie jetzt in Venezuela] haben die USA in der Vergangenheit in Peru getan. Der mit großer Unterstützung der Bevölkerung am 28. Juni 2021 mit deutlichem Vorsprung gewählte Präsident José Pedro Castillo Terrones wurde durch einen Putsch gestürzt und am 7. Dezember 2022 verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Nach der Verhaftung Castillos setzten sich Repressionen, Unterdrückung und Massaker gegen die Bevölkerung fort. Genau das Gleiche soll derzeit auch in Venezuela geschehen.
Beitrag der ATIK ungekürzt (pdf)
Justice aus Südafrika für die Internationale Automobilarbeiterkoordinierung
Zusammenfassend lassen sich folgende Erfolge der 3. Internationalen Automobilareiterkonferenz festhalten:
1. Die Vereinigung des Kampfes für soziale Fragen mit dem Kampf gegen Krieg, Faschismus, Rassismus und Umweltkatastrophen. Die Delegiertenkonferenz entwickelte den Leitgedanken: „diese Kämpfe zu einer einheitlichen Massenbewegung für die Macht der Arbeiterklasse in unseren jeweiligen Ländern zu vereinen”.
2. Die enge Verbindung zum Kern des internationalen Industrieproletariats in der Automobilindustrie in Pune, einem internationalen Zentrum der Automobil- und Zulieferindustrie in Indien. Es gelang, die Automobilarbeiter und ihre Familien aus Indien in alle Aspekte der Automobilarbeiterkonferenz einzubeziehen.
Beitrag von Justice ungekürzt (pdf)
Rao von POP (Indien)
Die Unterstützung des venezolanischen Volkes ist keine Frage leerer Worte. Sie bedeutet kompromisslosen Widerstand gegen die imperialistische Aggression der USA und aktive Solidarität mit dem unabhängigen politischen Kampf der venezolanischen Arbeiterklasse. Das ist keine Wohltätigkeit – es ist eine internationalistische Pflicht der Arbeiter und unterdrückten Völker überall.
Beitrag von Rao ungekürzt (pdf)
Einige weitere Wortmeldungen
- Tatjana aus Russland stellt sich und ihre Partei vor. Sie sind eine internationalistische Partei und kämpfen gegen den russischen Imperialismus. Sie nennen sich "Die Internationalisten". Moderatorin Monika Gärtner-Engel übermittelt herzliche Solidaritätsgrüße an die mutigen Kriegsgegner in Russland.
- Ruben Tzanoff, Liga Internacional Spanien, Zimmerwald-Aktivist: Wir verteidigen nicht die Madura-Regierung und wir verteidigen nicht die Mullahs im Iran. Wir stellen uns gegen den Hauptkriegstreiber USA. Wir brauchen eine echte linkae Alternative. Wir brauchen eine breite Einheitsfront auf den Straßen der Welt.
- Anna B. aus Deutschland: In Düsseldorf haben wir von der MLPD sofort nach dem US-Überfall auf Venezuela die Solidarität organisiert. Auffallend: Die engagierten jugendlichen Demonstrantinnen und Demonstranten sind vielfach die gleichn wie in der Palästinasolidarität.Die antiimperialistischen Befreiungskämpfe der Arbeiterklasse und der Völker üben eine große Anziehungskraft auf die Jugend aus. Der Charakter des Imperialismus beginnt sich für sie zu klären.
- Frank Hammer: Die Umweltzerstörung wurde jetzt kaum erwähnt, das ist ein fatales Versäumnis. Wir müssen den Imperialismus in all seinen Aspekten bekämpfen.
- Monika Gärtner-Engel: Es ist wichtig, dass wir nicht die Begriffe der bürgerlichen Parteien und bürgerlichen Medien übernehmen. Wir müssen ja der Verwirrung entgegentreten und für Entwirrung sorgen. Maduro ist kein Diktator. Seine Politik ist ein Rückschritt gegenüber der von Hugo Chavez. Dennoch ist die Maduro-Regierung schützenswert und wir fordern seine Freilassung aus den USA, dass er nach Venezuela zurückkehren kann und in seine Rechte wieder eingesetzt wird. Chavez war glühender Antiimperialist. Er hatte und schürte Illusionen in die , Transformierbarkeit des Kapitalismus. Maduro öffnete den neuimperialistischen Ländern Russland und China die Tore Venezuelas. Bei der Beurteilung müssen die Gewichte stimmen.
Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution
Die Illusion der "friedlichen Transformation" des Kapitalismus, Seite 534 ff
620 Seiten
ab 11,99 €
Schlusswort und Ausblick
Monika Gärtner-Engel fasst als Co-Präsidentin der United Front die wichtigsten Ergebnisse des außerordentlichen Webinars der United Front "Hände weg von Venezuela" zusammen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer positionierten sich klar gegen den Hauptkriegstreiber USA. Aber auch die anderen imperialistischen Blöcke, mit denen der US-Imperialismus im Widerstreit um die Neuaufteilung der Welt liegt, bekämpfen wir. Wir führen diesen Kampf länderübergreifend und viele Kräfte in der United Front tun diese mit der Perspektive, den Imperialismus revolutionär zu überwinden und die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt zu erkämpfen. Unser Webinar hat wieder ungemein den Blick geweitet und gezeigt, wie unendlich viel wir voneinander lernen können! Organisieren wir länderübergreifende gemeinsame Kampfaktionen und Bewusstseinsbildung in unseren Ländern!
Das nächste Webinar der United Front dient der Vorbereitung des Internationaken Frauentags. Das Webinar findet am Sonntag, dem 15. Februar 2026 statt.