Sara Mardini

Sara Mardini

Flüchtlingshelferinnen und -helfer auf Lesbos freigesprochen

Am 15. Januar wurde die bekannte syrische Schwimmerin und Flüchtlingsretterin Sara Mardini zusammen mit 23 anderen Flüchtlingshelfern von einem Gericht auf der griechischen Insel Lesbos freigesprochen.

Von hi

Sieben Jahre dauerte der Prozess!

 

Die jetzt freigesprochenen Aktivisten haben als Flüchtlingshelfer Leben gerettet und wurden dafür schwerer Verbrechen beschuldigt. Ihre humanitären Ziele seien nur vorgeschoben gewesen.

 

Mardini wurde 2018 auf Lesbos verhaftet. Sie wurde wegen Beihilfe zur illegalen Einreise (Schleusung), Geldwäsche, Betrug und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Dafür drohten 20 Jahre Gefängnis. Sie war über drei Monate im Hochsicherheitstrakt und kam dann mit dem Kollegen Sean Binder gegen Kaution frei. Rote Fahne News berichtete mehrfach, u.a.hier: Sara Mardini - Erst als "stille Heldin" ausgezeichnet, dann vor Gericht gezerrt!

 

2015 war Sara Mardini aus Syrien geflüchtet. Auf der Fahrt von der Türkei nach Griechenland fiel der Motor des überfüllten Schlauchbootes aus. Gemeinsam mit ihrer Schwester zog sie das Boot mit 18 Menschen schwimmend drei Stunden lang bis Lesbos.

 

Der Prozess sollte ein Exempel zur Kriminalisierung der Flüchtlingshilfe sein. Die Jahre waren für die Angeklagten eine sehr harte Zeit. Doch der Freispruch ist ein großer Erfolg für die Flüchtlinshelferbewegung und ein Erfolg der internationalen Solidarität. Alle Angeklagten mussten in allen Punkten freigesprochen werden.

 

Einige von ihnen hatten gesagt, nach einem Freispruch würden sie schwimmen gehen. Und dann sprangen sie tatsächlich ins Meer!