IFK-Pressemitteilung

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Dresden: Über 1000 Menschen fordern Ende der Angriffe auf Selbstverwaltung Nordostsyriens - mit Links zu weiteren Berichten

Die Initiative für Frieden in Kurdistan (IFK) berichtet, dass am 21. Januar über 1000 Menschen in Dresden an der Demonstration „Fight for Rojava“ teilgenommen haben.

Dresden: Über 1000 Menschen fordern Ende der Angriffe auf Selbstverwaltung Nordostsyriens - mit Links zu weiteren Berichten
Die Demonstration zieht durch Dresden (foto: IFK)

Anlass war der fortgesetzte Angriff der syrischen Übergangsregierung um den ehemaligen Dschihadisten-Anführer al-Scharaa auf die Demokratische Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien (DAANES) und deren Demokratische Verteidigungskräfte (SDF/QSD). Zwar war am gestrigen Montag eine Waffenruhe gemeldet worden, allerdings melden die Organisator:innen: Die dschihadistischen Milizen halten sich vielerorts nicht an die Waffenruhe. Immer wieder werden Angriffe, Massaker und Hinrichtungen gemeldet.

Unvorstellbare Kriegsverbrechen – Verschleppung, Massaker und sexualisierte Gewalt

Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die Sorge der kurdischen Bevölkerung und anderer Minderheiten vor der Rache islamistischer Milizen, die nach Berichten im Verbund mit Kräften der Zentralregierung und mit türkeinahen Verbänden agieren.


Andrea Hoffmann von der Initiative für Frieden in Kurdistan erklärte: „Tausende IS-Kämpfer wurden von den Dschihadisten-Milizen aus Gefängnissen befreit. Viele von ihnen werden dort weitermachen wollen, wo sie vor dem Sieg über den IS aufhörten. Die Verbrechen dieser Kämpfer gingen schon damals um die Welt: Verschleppung, sexualisierte Gewalt und Massaker. Deutschland darf wegsehen nicht länger zulassen.“

Massenausbruch von IS-Gefangenen, Hinrichtungen und Kriegsverbrechen

Das Bündnis verwies auf Meldungen aus den umkämpften Gebieten: Nach Angaben von Civaka Azad spitzt sich die Lage dramatisch zu. Demnach waren bereits am Montag Tausende inhaftierte IS-Mitglieder befreit worden, nachdem die Haftanstalt von Truppen der „Syrischen Übergangsregierung“ sowie mit der Türkei verbündeten Milizen umstellt worden sei. Andrea Hoffmann von der Initiative für Frieden in Kurdistan dazu: „Die Herkunftsstaaten dieser IS-Kämpfer haben über zehn Jahre lang keine Verantwortung für deren Verbleib und Gerechtigkeit für ihre Verbrechen übernommen. Jetzt ist eingetreten, wovor die Selbstverwaltung immer gewarnt hat: Die Anhänger des IS sind wieder auf freiem Fuß und verüben unvorstellbare Gräueltaten. Sie werden auch vor dem Westen nicht halt machen. Es muss jetzt etwas unternommen werden!“ ...

 

Hier gibt es die komplette Pressemitteilung

 

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