Der Solidaritätspakt lebt!
"Die Zusammenarbeit mit euch hat uns einen humanitären Schub und Zuversicht für die Zukunft gegeben"
"Die Zusammenarbeit mit euch hat uns einen humanitären Schub und Zuversicht für die Zukunft gegeben!" Dies sagte Dr. Raafat Al-Majdalaawi, Generaldirektor der Al-Awda-Association in Gaza in einem Zoom-Meeting letzte Woche.
Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der ICOR, berichtet: "Wir hatten ein ergiebiges Zoom-Meeting. Unsere Partner von Al-Awda erzählten dabei, wofür sie konkret gespendete Gelder verwenden. Sie würdigten unsere Zusammenarbeit sehr." Vonseiten Al-Awda nahmen außer Dr. Raafat Al-Majdalaawi der Kollege Dr. Ahmed Mahanna und die Kollegin Jihan Al-Aqloub teil. Dr. Ahmed Mahanna ist der Programmdirektor der Al-Awda Association. Er hat zwei Jahre im Gefängnis verbracht. Er wurde im Al-Awda-Krankenhaus im Norden Gazas verhaftet und Anfang Oktober 2025 freigelassen. Jihan Al-Aqloub ist bei Al-Awda für Fundraising und Projekte zuständig.
Die Genossen von Al-Awda schildern mit eindrücklichen Worten, mit welch schweren Herausforderungen sie es bei der medizinischen Versorgung ihrer Patienten in Gaza zu tun haben. Umso mehr begeistert, wie sie diese Herausforderungen meistern und was sie alles auf die Beine stellen. Besonders toll: Obwohl die akute Versorgung schon eine Meisterleistung ist, denken und handeln die Al-Awda-Kollegen sehr perspektivisch.
Ein Gruß an die Aktivisten der Palästina-Solidarität
Die Aktivisten der Palästinasolidarität - zum Beispiel in "Palästina muss leben" - leisten vielfältige Beiträge dafür, dass der Solidaritätspakt zwischen Al-Awda und der revolutionären Weltorganisation ICOR lebt, wächst und gedeiht. Ihnen allen gilt dieser Gruß von Dr. Raafat Al-Majdalaawi: "Die Zusammenarbeit mit euch hat uns einen humanitären Schub und Zuversicht für die Zukunft gegeben, dass es Menschen gibt, die zwar physisch weit von uns entfernt sind, uns aber in ihren Gefühlen, ihrer Unterstützung, ihren Worten und ihren Aktivitäten sehr nahe stehen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr uns eure Solidarität und eure Zusammenarbeit mit uns moralisch gestärkt haben. Das liegt nicht vor allem an den finanziellen Beiträgen, die wir von euch bekommen haben. Wie ihr wisst, sind diese Beiträge uneingeschränkt und nicht an Bedingungen geknüpft, was Al-Awda ermöglicht, diese Mittel für seine lebenswichtigen und grundlegenden Bedürfnisse einzusetzen. Wie ihr wisst, stellen einige unserer Partner und Spender bestimmte Bedingungen für unsere Arbeit, aber die bedingungslose Zusammenarbeit mit euch gibt Al-Awda die Möglichkeit die Mittel, die wir von euch bekommen, ganz flexibel für die lebenswichtigen und grundlegenden Bedürfnisse der Patienten und Begünstigten einzusetzen."
Aus dem Bericht über die Herausforderungen an Al-Awda und wie unsere Freunde sie meistern
Die neuesten allgemeinen Updates zur Lage in Gaza sind sehr schwierig, vor allem, weil Gaza gerade eine schwere Kältewelle und Frost erlebt. Ihr wisst, dass derzeit etwa 1.000.000 Menschen in Zelten leben. Die Kältewelle, der Frost und die Winde sind leider sehr heftig und seit Jahren beispiellos. Das hat katastrophale Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Menschen, die in Zelten leben. Ihr wisst auch, dass es Menschen gibt, die an Orten leben, die angegriffen und zerstört wurden. Leider sind diese Häuser aufgrund der Stärke des Windes über ihren Bewohnern zusammengebrochen. Leider haben bisher sieben Kinder aufgrund der Kälte und des Einsturzes von Zelten ihr Leben verloren. ...
Trotz all dieser Herausforderungen hat es die Al-Awda-Vereinigung geschafft, ihre Dienste weiter anzubieten für ihre Patienten, schätzungsweise etwa 5.000 pro Tag, über den Al-Awda-medizinischen Komplex im zentralen Bereich von Al-Nuseirat und die neun Primärversorgungszentren, die der Al-Awda-Gesundheits- und Gemeinschaftsvereinigung angeschlossen sind. Es gibt hoffnungsvolle Fortschritte. So arbeiten die Teams von Al-Awda gerade daran, mehrere Zentren für medizinische Grundversorgung im nördlichen Gazastreifen in den Gebieten Beit Lahia Jabalia, Karama, Gaza-Stadt und den östlichen Gebieten der Zentralregion einzurichten. Außerdem haben wir, wie gesagt, trotz der Herausforderungen, die unsere Arbeit mit sich bringt, in den letzten Tagen etwas Neues erreicht, da wir eine Kinderkrippe für fünf Familien eröffnet haben.
Dieser Bereich wird zur Förderung der Geburtshilfe durch das Al-Awda-Krankenhaus in Nuseirat führen, da wir bisher natürliche Entbindungen und Kaiserschnitte angeboten haben und keine Kinderkrippe hatten. Früher waren wir auf die Kinderkrankenstation auf andere Krankenhäuser angewiesen. Jetzt konzentriert sich Al-Awda darauf, seine Leistungen zu verbessern und durch die Partnerschaft mit UNICEF eine Kinderkrankenstation einzurichten.
Wir haben 10.000 Dollar der von euch erhaltenen Mittel in die Einrichtung dieser Abteilung investiert. Wir haben etwa 25.000 Dollar der von euch erhaltenen Mittel für die Installation einer Heizungsanlage für die Frauenstation und die Entbindungsstation verwendet. Die Arbeiten sind im Gange und werden innerhalb der nächsten 20 Tage abgeschlossen sein. Wir haben außerdem etwa 20.000 Dollar in die Installation einer Solaranlage investiert, um die Entbindungsstation und das Krankenhaus in Al-Nuseirat mit Strom zu versorgen. Diese Anlage wird etwa 20 Prozent der Energie liefern, die für den Betrieb der Frauen- und Entbindungsklinik im Al-Awda-Krankenhaus in Al-Nuseirat benötigt wird.
Im Jahr 2026 werden wir daran arbeiten, mehrere Ziele im Bereich der primären Gesundheitsversorgung zu erreichen. Wie bereits erwähnt, werden wir sechs Zentren für primäre Gesundheitsversorgung in verschiedenen Gebieten des Gazastreifens einrichten. Wir werden hart daran arbeiten, ein Feldkrankenhaus für Al-Awda im nördlichen Gazastreifen einzurichten. Außerdem werden wir mit einigen Partnern zusammenarbeiten, um ein Zentrum einzurichten zur Nachsorge von Verletzten und zur Behandlung ihrer Wunden, die als schwierig und komplex gelten. Dieser Service steht bisher denjenigen, die während der Aggression gegen den Gazastreifen verletzt wurden, nicht zur Verfügung.
Wir werden einen Teil der Mittel, die wir von euch bekommen haben, nutzen, um etwa vierzehn Gesundheitskliniken im Al-Awda Medical Complex in der Zentralregion einzurichten, wo wir derzeit eine Abteilung mit vierzehn Kliniken haben, aber die Zahl der Patienten ist sehr groß und wir müssen die Anzahl der Räume verdoppeln damit wir die Bürger versorgen können, die täglich zu uns kommen, um sich behandeln zu lassen. Das Projekt wird ungefähr 200.000 Dollar kosten. Wir werden einen Teil der Mittel, die wir von euch bekommen haben, dafür verwenden und gemeinsam mit euch und anderen daran arbeiten, dieses Projekt im Februar abzuschließen."
Ungekürzt stehen die Beiträge der Freunde von Al Awda auf der ICOR-Webseite zur Verfügung