AfD auf Tiktok allgegenwärtig
Wir müssen uns gegen die faschistische Beeinflussung schützend vor unsere Kinder stellen!
Unsere Kinder stehen vor einer Herausforderung, die wir Erwachsenen in unserem Kinderalter nicht kannten: die Mehrheit der Kinder sind heute jeden Tag oft stundenlang im Internet auf Tiktok, Instagram, Youtube unterwegs und sie nennen diese Kanäle ihre Hauptinformationsquelle.
Schon Kinder werden dort massiv und gezielt von der AfD und anderen Faschisten angesprochen. Vor allem auf der Kurzvideo-Plattform Tiktok ist die AfD allgegenwärtig. Diese modernen Faschisten biedern sich der Jugend an, indem sie sich der Jugendsprache anpassen und gezielt deren Themen aufgreifen. Auch Kinder schauen sich AfD-Videos an mit dem Ergebnis, dass sie vom Algorthismus gehäuft AfD-Videos im Feed angezeigt bekommen. Der AfDler und Influencer Erik Ahrens fordert seine Partei zu einer Tiktok-Offensive unter Jugendlichen und Kindern auf. Denn dieses Medium sei ein „Fenster ins Gehirn, in das man reinsenden kann“ (so in der ARD-Dokumentation „GenAFD“). Nicht nur angesichts der weltweiten Krisen und Kriege suchen Kinder verstärkt nach Orientierung und Antworten.
Die faschistische AfD hat, mit Hilfe von finanziellen Mitteln (unter anderem unseren Steuergeldern), eine ganze „Tiktok-Armee“ aufgebaut, die unter (Pseudo-)Namen Video-Schnipsel zur Verherrlichung von AfD-Größen wie Alice Weidel, „Rechts-Rock“, übelste Hetze gegen ausländische Mitmenschen veröffentlichen. Wie geschmacklos ist, wenn sich ein Erik Ahrens über 7-Sekunden-Video auslässt, in dem sich angeblich eine Afrikanerin in einer Telefonzelle erleichtert? An solch ein primitives, volksverhetzendes Niveau sollen sich die Zuschauer gewöhnen? So wird die Unerfahrenheit von Kinder besonders ausgenutzt und in ihnen egoistisches und rassistisches Gedankengut geschürt.
Die AfD, die Partei des modernen Faschismus, wird von den bürgerlichen Medien, von Staat und Parteien weitgehend als „ganz normale Partei“ verharmlost. Ein Rotfuchs-Junge aus der Kinderorganisation der MLPD sagte beim Plakatieren zur letzten Bundestagswahl: „Die AfD plakatiert doch wie ihr von der MLPD und sie steht auf dem Wahlzettel.“
Kinder in Deutschland sind häufig Kinder in Migrantenfamilien. Kinder sind an die internationale Zusammensetzung ihrer Schulklasse gewöhnt. Wir erleben unter Kindern eine besondere spontane Hilfsbereitschaft beispielsweise für die Menschen in Gaza. Dann sehen sie in AfD-Videos ein T-Shirt mit der Aufschrift „Heimatliebe ist kein Verbrechen“. Alleine durchschauen Kinder nicht, dass die „Heimatliebe“ der AfD eine „Heimat Deutschland“ ohne Menschen anderer Nationalitäten meint. „Heimatliebe“ spricht Gefühle auch von Kindern an und verschweigt, dass die AfD Ausländer aus der Heimat ausgrenzt und Front macht gegen „illegale“, angeblich schwerkriminelle Zuwanderer, die Nationalitäten gegeneinander aufwiegelt, das „Deutsche zuerst“ schürt – und „millionenfach abschieben“ will.
Wir müssen heute eine kindgerechte antifaschistische Aufklärung machen und uns schützend vor unsere Kinder stellen - dagegen, dass sie faschistisch beeinflusst werden. Was heißt das?
- Wir müssen mit den Kindern gemeinsam ihre Erfahrungen und Berührungen mit der AfD verarbeiten. Statt einfach über ihre „Tiktok-Sucht“ zu schimpfen, sollte man sich auch mal gemeinsam AfD-Videos anschauen und ihnen dabei helfen, die moderne faschistische Demagogie zu zerpflücken.
- Kinder haben einen großen Gerechtigkeitssinn und Hass auf Kriege und Unterdrückung. Besprecht oder zeigt spielerisch, das die Rotfuchsregeln ein positives Gegenprogramm zu der Welt ist, wie sie sich die Faschisten vorstellen. Dort heißt es: „Wir setzen uns ein für unsere Zukunft, für eine Welt in Frieden und Freiheit, in der alle Arbeit, eine Wohnung und Essen haben. Wir sind aktiv für Völkerfreundschaft, den Schutz der Umwelt und gegen Krieg und Faschismus. Wir verbinden uns mit Menschen, die aus ihren Ländern fliehen müssen. Wir stehen auf der Seite der Ausgebeuteten und Unterdrückten der ganzen Welt und lernen ihr Leben, ihre Arbeit und ihren Kampf kennen.“
- Am Besten schickt eure Kinder zu den Rotfüchsen. Dort lernen sie Zusammenhalt, Teamgeist, den eigenen Kopf zu gebrauchen und Sport und Disziplin. Auf den Kindercamps der Rotfüchse (25.7.–8.8.2026 im Thüringer Wald) werden die Handys tagsüber eingeschlossen. Abends wird sich beim Camp-Radio über faschistische Inhalte auseinandergesetzt. In diesem Sinn auf dem Kindercamp der Rotfüchse vor den Landtagswahlen in Thüringen 2024 erzogen meinte ein Rotfuchs-Mädchen auf der Fahrt ins Schwimmbad: „Unsere MLPD-Plakate sind viel besser als die von der AfD. Unsere Plakate sind für das Zusammenhalten, die von der AfD sind für das Nichtzusammenhalten.“