Im Übergang zur Kriegswirtschaft

Im Übergang zur Kriegswirtschaft

Widerstand gegen die Vorbereitung der deutschen Seehäfen auf den Krieg

Die Hafenkapitalisten möchten gerne eine dicke Scheibe vom Kuchen der Aufrüstungs-Milliarden haben.

Korrespondenz

In einem Schreiben des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe an Kriegsminister Boris Pistorius heißt es: „Als logistische Drehscheiben sind die Seehäfen für militärische Aufmarsch­szenarien von zentraler Bedeutung“.


Im „Ernstfall“ müssten deutsche und NATO-Soldaten über die Häfen transportiert werden. Und außerdem seien die Häfen „first line of attack“, also vorrangige militärische Angriffsziele.


Für so aktive Mitarbeit bei der Kriegsertüchtigung möchten die Hafenkapitalisten natürlich eine kleine Belohnung haben – nur schlappe drei Milliarden wünschen sie sich aus Pistorius’ Billionen-Kriegskasse. Ob die Hafenmonopole in ihre Rechnung auch einbezogen haben, dass ihnen in den Häfen gut organisierte und teilweise kampferprobte Hafenarbeiter gegenüberstehen? 


Gerade die Logistik für Rüstung und Krieg ist sehr anfällig für Widerstandsaktionen wie in Italien, Griechenland, Schweden oder den USA. Die Hafenarbeiter wollen mit Sicherheit nicht ihren Kopf in der „first line of attack“ hinhalten, sondern für den Warenaustausch im Interesse der Massen arbeiten. Sie sind zum Widerstand herausgefordert! Diese Kalkulation der Kriegstreiber ist noch nicht aufgegangen!