Darmstadt
Solidarität mit "Gaza soll leben" bei Apotheken
„Wir unterstützen das Projekt ‚Gaza soll leben‘ und möchten dies gerne bei Ihnen vorstellen. Neben finanziellen Spenden, sammeln wir auch medizinische Produkte“, so in etwa sprachen wir im verschneiten Darmstadt sieben Apotheken mit dem Flyer für die Gaza-Brigaden an.¹
Die Organisierung der praktischen Solidarität bei Apothekerinnen und Apothekern, sowie die Sammlung von Medizin waren ein Teil des Programms im Rahmen der Gaza-Soli-AG des Jugendverbands REBELL und ein wichtiger Schritt der Bekanntmachung des Projekts. Zu Beginn sprachen wir mit einer Apothekerin, die uns von ihren Bekannten in Gaza erzählte und von ihrem Bewusstsein, die notwendige Hilfe spenden zu wollen – nach Absprache mit ihrem Chef. In den folgenden beiden Apotheken sprachen wir aus Zufall direkt mit den Apothekeninhabern, von denen beide bereit wären zu spenden.
Einige Apotheken, erfuhren wir, haben bereits Kooperationen. Ausschuss oder abgelaufene, aber noch verwendbare medizinische Produkte und Medikamente werden von diesen Apotheken bereits an das Deutsche Rote Kreuz, die Caritas oder die Malteser gespendet.
Von diesen können Menschen ohne Versicherung in Darmstadt eine Gesundheitsversorgung und Behandlung erhalten. In den anderen Apotheken haben wir unsere örtlichen Kontaktdaten für die Apothekeninhaber bzw. Filialleiter, die wir nicht erreichen konnten, dagelassen.
Insgesamt waren die Apothekerinnen und Apotheker offen und dem Projekt gegenüber interessiert. Unser Einsatz war erfolgreich, mehr als einige erwartet haben. Wichtig sind der persönliche Kontakt, das offene Zugehen und das Betonen, dass es nicht nur um das Auslegen der Flyer geht, sondern um die medizinischen Produkte. Bei den Gesprächen haben wir weder Ablehnung, noch Widerspruch erfahren, dagegen Offenheit für Hilfsbereitschaft, sowie vereinzelt Fragen, ob und wie die Spenden „wirklich“ ankommen, aufgrund der Blockaden durch Israel im Gazastreifen.
Dazu war der Flyer – mit dem wir ansprachen und welchen wir in wenigen Apotheken auslegen durften und allen gaben – eine gute Grundlage für die Vorstellung des umfassenden Projekts des säkularen Gesundheitszentrums der Al-Awda Health Community Association in Zusammenarbeit mit der ICOR.