Heddesheim

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Protest gegen Bundeskanzler Merz

Am morgigen Dienstag, den 20. Januar, sollte Ahmed al-Scharaa, syrischer Übergangspräsident und einer der Führer der islamistisch-faschistischen HTS-Miliz (vormals Al-Nusra-Front, syrischer Arm von Al Kaida), mit Bundeskanzler Merz zusammentreffen. Das Treffen wurde zwischenzeitlich verschoben - aber nicht aufgehoben.

Korrespondenz aus Heidelberg

Wegen der "angespannten innenpolitischen Lage" (Rote Fahne News berichtet laufend aktuell und ausführlich) musste al-Scharaa seinen Besuch absagen. Am runden Tisch hätten die reaktionäre Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, Außenminister Johann Wadephul sowie Vertreter der Wirtschaft dabei sein sollen. Auch Bundespräsident Steinmeier wollte mit dem vom Blut der Alawiten, der Kurden usw. besudelten Herrscher zusammenkommen. Dabei wäre es dann unter anderem um die "Rückkehr von syrischen Flüchtlingen" gegangen.


In Deutschland leben 940.000 syrische Staatsangehörige, die vor der über 50-jährigen grausamen Assad-Diktatur in Syrien geflüchtet sind. Gezahlt werden Reisekosten und ein einmaliges Startgeld in Höhe von 1000 Euro. 5976 Personen haben 2025 einen Antrag gestellt, 3678 von ihnen sind bereits "freiwillig" nach Syrien ausgereist. Das soll jetzt weiter verstärkt werden.


In dem angeblich jetzt sicheren Herkunftsland wurden seit dem 6. Januar 2026 mindestens 25 Einwohnerinnen und Einwohner der kurdischen Stadtviertel von Aleppo getötet, darunter Kinder, 62.000 wurden aus zwei Stadtvierteln vertrieben und es gab 600 Schwerverletzte. Aleppo hat 2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, eine halbe Million Kurdinnen und Kurden lebt dort. Diese stammen überwiegend aus dem von dem türkisch-faschistischen Militär eroberten Afrin.


Am 16. Januar kam Bundeskanzler Merz nach Heddesheim, um an einer Landtagswahlkampfveranstaltung der CDU teilzunehmen. Die hiesige kurdische Gemeinde nahm das zum Anlass, um vor Ort eine Protestaktion durchzuführen. Auch ich wollte daran teilnehmen und für die MLPD Flagge zeigen. Doch leider ließ sich die Zugtür nicht öffnen und ich musste weiterfahren, sodass ich schlussendlich bei den Freunden ankam, als die Sache schon beendet war.