Zur Vergeltung: Sonderzölle
Preiskampf bei E-Autos: Unfaire Subventionen für chinesische Hersteller?
Chinesische Hersteller verkaufen batteriebetriebene E-Autos zu niedrigeren Preisen auf dem europäischen Markt als heimische Produzenten.
Tatsächlich tobt in China in der staatlich hoch subventionierten Autobranche eine gegenseitige Vernichtungsschlacht und Überkapazitäten werden zu gezielten Preisen im Ausland abgestoßen. Da geht das Gejammer von „Autofachmann“ Ferdinand Dudenhöfer über die doppelt so hohen Preise wie in China an der kapitalistischen Realität vorbei.
Die Preispolitik der chinesischen Monopole zielt darauf, die europäische Konkurrenz auszubooten und auf maximale Profite in eben diesem Rahmen. „Unfaire staatliche Subventionen“ für „Dumpingpreise und Wettbewerbsverzerrung“ jammerte die EU-Kommission. Das sind völlig verlogene Krokodilstränen. Allein Mercedes-Benz, VW, Bosch und ZF erhielten mehrere Milliarden Euro für über 250 Projekte in den letzten Jahren. Im Herbst 2025 erhöhte die EU-Kommission mit Sonderzöllen bis 35,3 Prozent zusätzlich zu den regulären Importzoll von zehn Prozent den Druck auf die chinesischen Auto-Monopole.
Im herrschenden offenen globalen Handels- und Wirtschaftskrieg schützen und puschen solche Zölle die eigenen Monopole. Als Vergeltungsmaßnahme verhängte China Sonderzölle gegen EU-Waren wie Branntwein, Schweinefleisch und Milchprodukte. Heuchlerisch wurden jetzt im „Geist des Dialogs“ und für eine „gesunde Entwicklung der Handelsbeziehungen“ einstweilig die Wogen geglättet. Jetzt entfallen Zölle, wenn die chinesischen Monopole sich mit der EU auf die von den hiesigen Monopolen diktierten hohen Mindestpreise einigen. Besonders die deutschen Monopole, die stark vom chinesischen Markt abhängig sind und dort produzieren, traten bei den Zöllen auf die Bremse. So wundert nicht, dass VW den ersten Antrag für Mindestpreise für den ihn China produzierten Cupra stellte. Ein schmutziges Spiel auf Kosten der Käufer, die die Raubpreise zahlen sollen.