Leserbrief

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"Linksextremismus"-Kampagne: Nicht spalten lassen!

Den folgenden Leserbrief hat Joachim Schweitzer aus Heilbronn an die Heilbronner Stimme geschrieben. Er bezieht sich auf ein Interview mit dem regionalen CDU-Innenpolitiker Alexander Throm, der ein härteres Vorgehen gegen "Linksextremismus" fordert. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:

Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz war ein Angriff auf die Bevölkerung und hat nichts mit linker Politik zu tun! Es gibt keine Gewerkschaft, keine Umweltgruppe und keine linke Partei, die ihn rechtfertigt oder gar befürwortet. Mit dem Begriff „Linksextremismus“ sollen im Rundumschlag Vorbehalte geschürt werden: gegen die MLPD, die DKP und die Linke, gegen die Rote Hilfe, antifaschistische Gruppen und das Soziale Zentrum „Käthe“.


Was hat der „Extremismusforscher“ Hansen denn erforscht? Das ganze Interview liest sich wie ein Aufguss altbekannter antikommunistischer Rhetorik. Herrn Throms Vorstoß ist eine Steilvorlage zum AfD-Wahlkampfauftakt in Heilbronn. Der antifaschistische Protest soll gespalten werden. Alle, die es mit Demokratie und Menschenrechten halten, sollten jetzt erst recht zusammenstehen: von Religion bis Revolution, alle zusammen gegen Krieg und Faschismus! Die noch in der CDU verbliebenen Christen werden sich gut überlegen, auf welche Seite sie sich stellen.