Pressemitteilung von AUF Gelsenkirchen
Kein Arbeitsplatzabbau bei Arsol Aromatics in Gelsenkirchen
Für das überparteiliche Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen schreibt Carsten Zimmer zur Gefahr der Arbeitsplatzvernichtung beim insolventen Gelsenkirchener Chemie-Unternehmen Arsol Aromatics:
AUF Gelsenkirchen erklärt sich solidarisch mit den 63 Kolleginnen und Kollegen von Arsol Aromatics, die von der Insolvenz betroffen sind. Wir fordern die Anteilseigner – namentlich ArcelorMittal, HKM, thyssenkrupp, die Salzgitter AG sowie die Rain Carbon Germany GmbH – auf, ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten gerecht zu werden und die Produktion dieses traditionsreichen Unternehmens zukunftsfähig auszurichten.
Wir akzeptieren nicht, dass die Folgen globaler Krisen auf dem Rücken der Belegschaften und ihrer Familien ausgetragen werden. Keine Ausbildungs- und keine Arbeitsplatzvernichtung – weder bei TKES, BP noch jetzt bei Arsol Aromatics.
Arsol Aromatics ist einer der größten europäischen Spezialisten für die Veredelung von Rohbenzol und erwirtschaftete in den letzten Jahren einen Jahresumsatz von über 200 Millionen Euro. Die Beschäftigten haben mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Erfolg und zur Stärkung dieser Konzerne beigetragen.
Nun sollen sie für die Krise in der deutschen Stahl- und Chemieindustrie bezahlen – eine Krise, die vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die betroffenen Konzerne aktuell keinen Maximalprofit erzielen können. Die Drosselung der Stahlproduktion entzieht Arsol Aromatics die notwendige Rohstoffbasis und gefährdet damit Arbeitsplätze, für die die Beschäftigten keine Verantwortung tragen.
Über Betriebs- und Branchengrenzen hinweg müssen Kolleginnen und Kollegen aus Stahl- und Chemieindustrie gemeinsam für ihre Interessen eintreten. AUF Gelsenkirchen steht solidarisch an ihrer Seite und wird diesen Kampf aktiv unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen