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Hoffnung auf Wirtschaftsbelebung durch Rüstungsmilliarden und Weltkriegsgefahr sorgt für Rekordhoch des DAX

Der deutsche Aktien-Leitindex DAX liegt inzwischen über 25.000 Punkte auf einem Rekordhoch. Wie das in einer Zeit, in der laut dem Monopolverband BDI „die deutsche Wirtschaft im freien Fall ist“? Und wo immer mehr Menschen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen oder Angst vor Armut haben.

Von wb

Doch die Aktien- und Finanzexperten haben die Erklärung: „Bereits gegen Ende 2025 hatten Anleger zunehmend auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft durch die Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Regierung sowie durch weniger Bürokratie gesetzt.“¹ Das wird natürlich Bundeskanzler Friedrich Merz als Lob für seine gigantische Umverteilung des Nationaleinkommens in die Kassen der Konzerne verbuchen. Wir können uns darüber natürlich nicht freuen. Denn es sind unsere Steuern, die dafür verwendet werden und die auf Kosten der öffentlichen Daseinsvorsorge erfolgen.

 

Während aber die Belebung der Wirtschaft und damit die Überwindung der wirtschaftlichen Krise, in der die deutsche Industrie verharrt, pure Spekulation ist, sieht es mit Folgendem leider ganz anders aus: „Hinzu kommt nun noch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem drohte nach dem Angriff auf Venezuela US-Präsident Donald Trump jetzt auch Kolumbien.“¹ Diese Erklärung der Finanzexperten macht deutlich, dass für das internationale Finanzkapital die wachsende Weltkriegsgefahr weitere Geschäfte und vor allem Superprofite verspricht. Und dass das imperialistische Weltsystem an einem Punkt angelangt ist, an dem nur mehr die kriegerische Zerstörung von Kapital und Toten als Ausweg der wirtschaftlichen Krisen erscheint.

 

Viele Menschen schütteln hier nur den Kopf oder wollen schon gar nichts mehr von der Politik wissen. Aber wenn wir nicht wollen, dass die Menschheit in der kapitalistischen Barbarei untergeht, dann dürfen wir nicht bei der Kritik stehenbleiben; dann sollten wir Verantwortung für den Kampf um unsere Zukunft übernehmen. Das wäre ein nachhaltiger und perspektivischer Vorsatz für 2026.