Dokumentiert
„Hinrichtung ist gnädiger als israelische Gefängnisse“
Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert Auszüge aus einem Bericht des fortschrittlichen Blogs Occupied News über die Zustände für palästinensische Gefangene in israelischen Gefangenen:
Aussagen freigelassener Gefangener enthüllen eine Praxis des langsamen Tötens, der schleichenden Hinrichtung in den Gefängnissen Israels. Das israelische Parlament treibt ein Gesetz voran, das die Hinrichtung von ausschließlich palästinensischen Gefangenen vorsieht. Dies zielt auf die Durchführung eines der größten angelegten Massaker ab.
Während Menschenrechtsorganisationen vor einem israelischen Plan für eine massive, vorsätzliche Kampagne der Repression und Massentötung warnen, werden die Konturen dieses Plans während der laufenden Debatten im israelischen Parlament (Knesset), insbesondere im Hinblick auf das geplante Gesetz zur Hinrichtung von Gefangenen, immer deutlicher.
Doch all das verblasst angesichts der von Details zur Folter durchzogenen Zeugenaussagen der freigelassenen Gefangenen. Für diejenigen, die nach zweijähriger Gefangenschaft endlich ihre Freiheit erlangten, erscheint der Tod – trotz seines Grauens – geradezu gnädig im Vergleich zu der systematischen psychischen, physischen und sexuellen Folter durch die Besatzungssoldaten, einer täglichen Zerstörung der Menschenwürde.
Zeugenberichte: Entmenschlichung und sexualisierter Missbrauch
Diese Erinnerung ist im Leben von Abu Mustafa, einem freigelassenen Gefangenen, der in drei Haftanstalten – Sde Teiman, Ofer und Ashkelon – inhaftiert war, allgegenwärtig. Er wurde im Zuge des Gefangenenaustauschs nach dem Waffenstillstand Anfang Oktober freigelassen. Im Hinblick auf das geplante Todesstrafengesetz sagt der Dreißigjährige: „Was die Gefängnisverwaltung tut, ist eine schleichende, tägliche Hinrichtung. Die Wärter behandelten uns nicht wie Menschen. Sie waren ungezügelte Monster, ohne jegliche Gesetze und Kontrolle, welche die Folter einschränken könnten. Sie konnten nach Belieben Methoden der Unterdrückung, des Missbrauchs und der Misshandlung erfinden.“
Laut dem jungen Mann, der im Oktober 2025 an einem Kontrollpunkt der Zivilverwaltung im nördlichen Gazastreifen festgenommen wurde, wurden die meisten Gefangenen „schwerer körperlicher Folter ausgesetzt, darunter das Ausreißen der Fingernägel, stundenlanges Stehen in Einzelhaft und der Entzug von Nahrung und medizinischer Versorgung.“ Er bestätigt, dass „jeder Gefangene mindestens zwei Drittel seines Gewichts verlor, bis er nur noch Haut und Knochen war.“ ...