Syrien

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Gefährliche Eskalation bedroht SDF-Gebiete und wachsende Sorgen von Massakern an Kurden in Syrien

Die folgende Korrespondenz wurde der Roten Fahne Redaktion von einem kurdischen politischen Aktivisten aus Syrien zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns dafür:

Korrespondenz

In jüngster Zeit erlebt die syrische Situation eine gefährliche Eskalation mit schwerwiegenden humanitären Folgen. Dies geschieht vor dem Hintergrund ernstzunehmender Drohungen der syrischen Regierung, militärisch in die von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) kontrollierten Gebiete einzumarschieren.

 

Feldberichte bestätigen zunehmende militärische Aufmärsche der syrischen Armee an den Rändern der Stadt Deir Hafir, was als Vorbereitung auf eine angelegte Militäroperation gewertet wird.

 

Diese Entwicklungen erfolgen unter auffälligem Schweigen der Vereinigten Staaten, was ernsthafte Fragen über das Schicksal von Millionen Zivilisten aufwirft – insbesondere der kurdischen Bevölkerung in Syrien, deren Angst vor Massakern und schweren Menschenrechtsverletzungen durch die syrische Armee ständig wächst.

Diese Befürchtungen werden durch jüngste, blutige Ereignisse untermauert:

Vor wenigen Tagen kam es in der Stadt Aleppo zu schweren Übergriffen gegen Angehörige der kurdischen Minderheit. Zudem dokumentierten Augenzeugen und im Umlauf befindliches Bildmaterial einen schockierenden Vorfall im Laufe des Monats Januar, bei dem ein Angehöriger der syrischen Armee eine kurdische Kämpferin, nachdem ihr die Munition ausgegangen war, aus den oberen Stockwerken eines Gebäudes in die Tiefe stieß. Diese brutale Tat verdeutlicht das Ausmaß der begangenen Gewalt und weist auf die reale Gefahr hin, der sowohl Zivilisten als auch Kämpfer ausgesetzt sind.

 

Die Fortsetzung des militärischen Vorgehens, ohne klare, internationale Reaktion öffnet die Tür für die Wiederholung blutiger Szenarien, wie sie bereits andere syrische Regionen erlebt haben. Daher fordern wir freie Medien, Menschenrechtsorganisationen und die internationale Gemeinschaft dringend auf, unverzüglich zu handeln, Licht auf die aktuellen Geschehnisse zu werfen und Druck auszuüben, um einen militärischen Einmarsch zu verhindern, der zu großflächigen Verbrechen gegen die Bevölkerung – insbesondere gegen das kurdische Volk in Syrien – führen könnte.

 

Schweigen angesichts dieser Entwicklungen bedeutet keine Neutralität, sondern kann als direkte Mitverantwortung für die möglichen katastrophalen Folgen verstanden werden.