Wilhelmshaven

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Film „Kein Land für Niemand“ und Diskussion im Pumpwerk

Ein linkes Bündnis aus Wilhelmshaven, in dem auch die MLPD mitarbeitet, lädt zur Filmvorführung ins Kulturzentrum Pumpwerk ein:

Film „Kein Land für Niemand“ und Diskussion im Pumpwerk
Die Veranstaltung findet im Kulturzentrum Pumpwerk statt (foto: Gerd Fahrenhorst (CC BY 3.0))

Am 24. Januar, um 16.30 Uhr, zeigen wir den Film „Kein Land für Niemand“ im Pumpwerk und diskutieren anschließend mit Personen aus unterschiedlichen Organisationen und mit verschiedenem Hintergrund im Podium zum Thema Flucht und Migration.


Wir laden auch das Publikum ein, ihre Eindrücke mit einfließen zu lassen, und hoffen auf viele Besuche durch freien Eintritt. Der Einlass startet um 15.30 Uhr, eine Stunde vor Filmbeginn, mit Informationen von u. a. Sea-Eye, Medico international und den Omas gegen Rechts sowie musikalischer Begleitung von Trubartic.


„Wir“ sind ein Bündnis aus Vertreter*innen der Parteien Die Linke, Die PARTEI und MLPD, sowie der Omas gegen Rechts, der Afrika Union und anderen antifaschistischen Gruppen der Region. Wir laden explizit die Ratsmitglieder der Stadt Wilhelmshaven und alle Personen ein, die durch ihre Arbeit das Leben von geflüchteten Menschen direkt beeinflussen.

 

Dass hinter jeder Flucht ein tragisches Schicksal liegt, wird bewusst aus dem kollektiven Gedächtnis vieler politischer Entscheidungsträger*innen ausgeblendet.Doch es gibt auch ein anderes Bild, nämlich, dass viele geflüchtete Menschen eine erfolgreiche Integration aufweisen können. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Über 80 Prozent der 2015 angekommenen syrischen Männer arbeiten sozialversicherungspflichtig (das sind mehr als in der Gruppe der „deutschen“ Männer). Flucht endet nicht in Deutschland wegen des „Pull-Faktors“ unserer Sozialsysteme, sondern wegen Familien, die zusammenfinden, weil es Aussichten auf Arbeit und eine echte Perspektive gibt und wiederum für Kinder ein stabiles Umfeld.

 

Der Film „Kein Land für Niemand“ zeigt auf erschreckende Weise, wie sich unmenschliche, rassistische und egoistische politische Entscheidungen auf Menschen auswirken können, auf Menschen, die keine andere Wahl haben, als zu flüchten. Er zeigt auf, wie tödlich und gefährlich gerade die Flucht für Kinder, Kranke, schwangere Frauen und alte Menschen sein kann.

 

Er zeigt die Lager, in die Menschen gepfercht werden, unter unzumutbaren hygienischen Bedingungen. Der Film dokumentiert nicht nur Schicksale von Menschen, er möchte zeigen, was es bedeutet, zu flüchten, und denen in Deutschland die Augen öffnen, die wegschauen, weil es sich so leichter leben lässt.


Am 24. Januar zeigen wir gemeinsam mit Menschen und Initiativen, die unbeirrt dafür kämpfen, alle Menschen als Menschen zu begreifen und für eine offene und solidarische Gesellschaft eintreten, den Film „Kein Land für Niemand“ im Pumpwerk und möchten anschließend mit euch zusammen diskutieren. Über eigene Fehler, über Strategien, über Ängste und auch über Hoffnung und Verbundenheit - und nicht zuletzt darüber, was zu tun ist, um die Fluchtursachen zu bekämpfen!

 

Hier gibt es den Flyer zur Veranstaltung