Erklärung der ATIK
Die Erhebung des iranischen Volkes ist legitim und nicht aufzuhalten!
Die Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Europa (ATIK) erklärt zu den Massenprotesten im Iran (Auszüge):
Im Iran breitet sich der Aufstand des Volkes im ganzen Land aus und hält an. Die am 28. Dezember 2025 in Teheran gegen die Wirtschaftskrise begonnenen Proteste verwandelten sich in kurzer Zeit durch die Beteiligung breiter Massen in einen Aufstand. In den vergangenen Jahren ist der von unten gärende Zorn der Massen in bestimmten Abständen an die Oberfläche getreten, wurde durch erlittene Schläge wieder zurückgedrängt und hat dabei weiter Kraft gesammelt.
Zuletzt waren im Jahr 2022 nach der Ermordung von Mahsa Amini durch das faschistische Regime landesweit die Massen mit dem Slogan „Jin, Jiyan, Azadî“ aufgestanden. Der aufgestaute Zorn ist nun mit dem Aufstand vom 28. Dezember erneut an die Oberfläche gekommen und breitet sich aus.
Das faschistische Regime greift den legitimen Kampf des Volkes mit allen verfügbaren Gewaltapparaten an. Auf den von Arbeiter*innen, Frauen, Jugendlichen und Studierenden getragenen Aufstand antworteten die Regimekräfte mit Massakern. In allen Städten eröffneten Polizei- und Militärkräfte mit sämtlichen Waffen das Feuer auf die an den Aktionen beteiligten Menschen, ermordeten Hunderte und nahmen Tausende fest. Die Verhafteten werden schwer gefoltert und hingerichtet. Diese Massaker und Verhaftungen nehmen täglich zu.
Gleichzeitig dauern die Bemühungen imperialistischer Mächte an, den berechtigten Aufstand des Volkes unter ihre Kontrolle zu bringen. Vor allem die USA und Israel sowie alle imperialistischen Staaten erklären, sie stünden an der Seite der Massenbewegung und unterstützten sie, um den Eindruck zu erwecken, der Aufstand verlaufe unter ihrer Kontrolle.
Der anhaltende Aufstand ist Teil des seit Jahren geführten berechtigten Kampfes des iranischen Volkes gegen das bestehende faschistische Regime. In diesem Zusammenhang ist die Einschätzung iranischer Gewerkschaften bedeutsam: „Die begonnenen Proteste sind ein Volksaufstand gegen Armut, hohe Inflation, wirtschaftlichen Zusammenbruch, Politik der Repression und Gewalt, das Zum-Schweigen-Bringen der Bevölkerung, Gewalt gegen Frauen und die Zerstörung grundlegender Prinzipien des gesellschaftlichen Lebens.“ Deshalb ist es völlig inakzeptabel, diesen Kampf – auch von einigen bürgerlichen Intellektuellen – als einen unter imperialistischer Kontrolle stehenden Aufstand darzustellen. Eine solche Bewertung zielt darauf ab, den Widerstand zu isolieren und ihm die internationale Solidarität zu entziehen. ...