Aufrüstung
Deutschland auf dem Weg zu Europas „Superraketenmacht“?
Deutschland ist auf dem Weg zu Europas „Superraketenmacht“. So sieht es wenigstens der Militäranalyst Fabian Hoffmann, der an der Universität Oslo forscht.¹
Grund dafür sind die bereits in Auftrag gegebenen Rüstungsaufträge und die geplanten. Wenn auch sonst wenig bei der Merz/Klinbeil-Regierung klappt, mit dem Ziel, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee in Europa zu machen, macht sie Ernst.
Im vergangenen Jahr wurden Waffen und Ausrüstung für 24 Milliarden Euro an die Truppe ausgeliefert: Panzer, U-Boote, Jagdflugzeuge, Radarsatelliten, Kampfhubschrauber. Gleichzeitig hat die Regierung große Rüstungsprojekte im Wert von 83 Milliarden bewilligt. Die Entscheidung über den Kauf von 12.000 Kamikazedrohnen steht bevor.
Laut Berliner Morgenpost liegt beim Verteidigungsministerium eine Liste für Aufträge über 337 Milliarden Euro! Auf der Wunschliste stehen unter anderem: 1000 Leopard-Kampfpanzer, 700 Puma-Schützenpanzer, 2500 gepanzerte Boxer-Transportfahrzeuge, Satelliten, 600 Skyranger-Systeme zur Drohnenabwehr. Von wegen Verteidigung. Die Regierung bereitet mit ihrer Aufrüstung einen Krieg vor. Das heißt „Kriegstüchtigkeit“.
Dazu soll die Bundeswehr Langstreckenraketen bekommen und die Taurus-Marschflugkörper sollen modernisiert werden. Das sind Offensivwaffen, die weit im russischen Hinterland präzise ihre Ziele treffen können.
Ein anderer Auftrag, dieses Mal keine Waffen, belegt die Vorbereitung auf einen Krieg. Nämlich die Bestellung von Kampfkleidung für 460.000 Soldaten! Das heißt, die Freiwilligkeit der Wehrpflicht ist nur ein kleiner Zwischenschritt hin zur verpflichtenden Wehrpflicht, um mittelfristig auf genügend Reservisten zurückgreifen zu können.
August Bebels Losung ist, angepasst auf heute, aktueller denn je: Diesem System keinen Cent, keine Frau und keinen Mann!