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Demo gegen Angriffe auf Kurden in Aleppo und Rojava

Etwa 300 Menschen demonstrierten trotz kurzfristiger Mobilisierung am 15. Januar in Essen gegen die Massaker an der kurdischen Bevölkerung in Aleppo, gegen ihre Vertreibung und gegen die Angriffe auf Rojava.

Korrespondenz
Demo gegen Angriffe auf Kurden in Aleppo und Rojava
Bild von der Kundgebung. Am Mikrofon: Roland Meister (rf-foto)

„2015, nach dem Sieg über den IS, wurden YPG und YPJ (kurdische Volksverteidigungseinheiten und Frauenverteidigungseinheiten, Anm. d. Red.) vom Bundestag als Helden gefeiert, und heute lädt er ihre Schlächter nach Berlin ein!“, kritisierte ein Redner.


An deutschen Unterstützern waren neben der Internationalen Jugend und der Föderation Klassenkämpferischer Organisationen (FKO) die MLPD sichtbar. Letztere hielt ein Grußwort, in dem sie u. a. für eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Faschismus warb und die Perspektive des Sozialismus als Antwort auf die weltweite imperialistische Barbarei.


Die Moderation bedankte sich vielmals auch bei Roland Meister als langjährigem Unterstützer des kurdischen Kampfes. Er äußerte scharfe Kritik an der Einladung des syrischen Präsidenten al-Scharaa, der eine führende Rolle in dschihadistischen Terrorgruppen innehatte bzw. hat, durch die Bundesregierung. Zugleich äußerte er seine Freude darüber, dass heute Fahnen der YPG/YPJ gezeigt werden dürfen, was dem Kampf für demokratische Rechte in Deutschland zu verdanken sei. Mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt wurde die Bevölkerung informiert und der Protest wurde zum Ausdruck gebracht.