Iran
Tausende Demonstranten ermordet
Die Situation im Iran ist weiter geprägt durch Massendemonstrationen und Proteste auf den Straßen zum Wochenbeginn. Allerdings berichten iranische Kommunisten, dass die Bewegung etwas zurückgegangen ist. Ein Hauptgrund dafür ist das barbarische Vorgehen des faschistischen islamistischen Regimes in Iran.
Man kann inzwischen gesichert sagen, dass tausende Menschen ermordet wurden, mehr als 10.000 verhaftet. Die Genossen berichten darüber, dass das Regime Söldner „aus dem Irak, der Hisbollah usw. gegen die Demonstranten einsetzt, … weil sie befürchten, dass das iranische Militär nicht mehr auf das eigene Volk schießt". Es ist noch schwer einzuschätzen, wie weit sich Teile des Militärs der Rebellion anschließen und dem herrschenden Regime die Gefolgschaft verweigern. Dies stützt sich insbesondere auf die ca. 100.000 Mann umfassende »Revolutionsgarde«, die in besonderer Loyalität mit dem iranischen Regime verbunden ist - politisch, militärisch, ökonomisch und ideologisch. verbunden sind. Die bestialische Brutalität des Regimes übertrifft alle vorhergegangenen.
Das Regime ist dazu übergegangen, sofort schnell Prozesse gegen verhaftete Freiheitskämpfer durchzuführen. Im Minutentakt werden Urteile gesprochen, die in der Regel das Todesurteil für die Betroffenen bedeutet! Die Staatsanwaltschaft in Teheran erhebt Anklage gegen »besonders schwere Fälle von Randalierern« und den Vorwurf »Kriegsführung gegen Gott«. Ein Tatbestand, der nach islamischem Recht im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann. (Informationen FAZ vom 13. Januar)
Krokodilstränen von Merz und Co.
Während Bundeskanzler Friedrich Merz nicht müde wird, in der Öffentlichkeit das iranische Regime aufzufordern, nicht gegen das eigene Volk vorzugehen, verweigern die Bundesregierung jegliche Hilfe und tatsächliche Unterstützung für eine fortschrittliche, demokratische Entwicklung im Iran. Monarchistische Kräfte, insbesondere um den Schah- Sohn Reza Pahlavi werden hofiert und es wird ihm selbst nach Ansicht einiger bürgerlicher Medien »überproportional viel Aufmerksamkeit« eingeräumt (TAZ vom 12. Januar 2026. Während der Einfluss dieser monarchistischen Gruppen im Iran nach den bisherigen Berichten noch relativ gering ist und insbesondere im Ausland unter Exiliranern einen breiteren Einfluss nehmen kann, gilt es doch, diese Einflussnahme ideologisch, politisch, aber auch in ihrem Organisationsaufbau ernstzunehmen.
Dabei ist wichtig, den extrem reaktionären bis faschistischen Gehalt der Politik des Schah-Sohns ins Visier zu nehmen. Schon 2022, bei der letzten Massenbewegung im Iran, in der die Losung »Frau, Leben, Freiheit« eine große Rolle gespielt hat, versuchen monarchistische Gruppen diesen Slogan durch »Mann, Patriot, Wohlstand« zersetzen. Die heutige Gruppe um Reza Pahlavi macht kein Geheimnis aus ihrer ultrareaktionären und faschistoiden Position. Schon vor drei Jahren nahmen Monarchisten drei Gruppen in ihre „Todeslisten“ auf. Seine Frau – Jasmin Pahllavi – präsentierte ein Plakat mit der Aufschrift: »Tod den drei Verdorbenen: Mullahs, Linken, Mudschaheddin“. Im Iran findet dies seinen Niederschlag in Parolen wie »Tod allen linken«, die von kleinen Gruppen gerufen werden. Diese werden durch den israelischen Geheimdienst gefördert, finanziert und organisiert.
Die MLPD drückt den iranischen Volksmassen ihre tiefe Anteilnahme aus angesichts all der vom faschistischen Regime ermordeten Menschen! Sie versichert ihre Solidarität und diese in Deutschland zu organisieren.