Leihmutterschaft
Babys als Ware
Leihmutterschaft ist bisher kaum ein Thema in Deutschland. Hier ist diese durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Verboten ist aber nicht, auf diesem Weg ein Kind zu „bekommen“.
Im Oktober 2025 berichtete die Tagesschau: „Die argentinische Staatsanwaltschaft … ermittelt in 48 Fällen von Leihmutterschaft. Der Vorwurf: Menschenhandel. Auslöser war ein Baby für ein deutsches Paar. Die Recherchen geben Einblick in ein milliardenschweres Geschäft.“
Der „Markt“ wird auf ca. 25 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschätzt, Tendenz steigend auf geschätzt bis zu 201,8 Milliarden in 2034. Kosten pro Baby z.B. bei einer Firma aus dem Mittelmeerraum: ca. 15.000 Euro bis über 50.000 Euro.
Zwei Päpste haben gegen Leihmutterschaft Stellung genommen: Im Jahr 2024 forderte Papst Franziskus ein internationales Verbot der Leihmutterschaft und bezeichnete sie als „bedauerliche“ Praxis, die „eine schwere Verletzung der Würde der Frau und des Kindes darstellt“ (vaticannews, 12.1.24). Auch Papst Leo kritisiert, dass „sowohl die Würde des Kindes … als auch die Würde der Mutter verletzt wird, deren Körper und Fortpflanzungsprozess ausgebeutet werden“. (New York Times, 9.1.2026)
Es gibt sogar einen Namen für diese spezielle Form des Menschenhandels: Reproduktionstourismus. „In Georgien können Wunscheltern aus China ukrainische Eizellen oder Sperma aus Dänemark importieren, in Tiflis Embryonen erzeugen und thailändische Leihmütter für die Schwangerschaft und Geburt der Babys nutzen, bevor sie das Kind nach Shanghai mit nach Hause nehmen.“ (New York Times, 14.12.25)
Eine wichtige Firma in diesem „Reproduktionstourismus“, Feskov, liegt in der Ukraine: „Wir verwenden Leihmutterschaft … und andere moderne Fortpflanzungstechniken, … eine vollständige Palette von Dienstleistungen." (leihmutterschaft-zentrum.de)
Was passiert während des Krieges mit diesen Müttern und Kindern? Terre des Femmes schreibt: „Die Situation für Leihmütter und deren Babys hat sich in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar 2022 noch weiter zugespitzt. So dürfen schwangere Leihmütter aufgrund ihrer Verträge … das unter Angriff stehende Land nicht verlassen. Sie müssen in der Ukraine bleiben, oder zumindest bis zur 28. Schwangerschaftswoche in das Land zurückkehren, um in Bunkern auf die Geburt des Kindes zu warten. Nach der Geburt werden sie ohne weitere medizinische Versorgung sich selbst überlassen.“ (frauenrechte.de)
Reiche Frauen, Promis wie Paris Hilton, „kaufen“ sich auf diese Weise Kinder. Ein Baby wird zur Ware. Leihmutterschaft ist eine Form der Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen und Kindern – eine besonders perverse Form des Kapitalismus heute! Zeit, dass damit Schluss gemacht wird.