Argument

Argument

AfD leugnet Unterschied von Wetter und Klima

Kaum herrschen Anfang Januar winterliche Verhältnisse, krakeelt die AfD-Thüringen: „Bei uns heißt das Winter, bei anderen Klimawandel“. Mit Häme unterstellt sie, dass „ein echter Winter so gar nicht ins Untergangsnarrativ passt“ und die „apokalyptischen Reiter bislang vorbeigeritten sind.“

Von dr

Die Demagogen der AfD fördern damit eine oberflächliche Wahrnehmung, dass winterliche Wettereinbrüche scheinbar der Erderhitzung und ihren katastrophalen Folgen widersprechen. Bewusst verwischen sie den Unterschied zwischen Wetter und Klima, zwischen akuten winterlichen Bedingungen und dem längerfristigen globalen Temperaturtrend.


Längst haben sich Klimazonen, wie die Arktis und die Äquatorregion stark erwärmt. Die Verringerung der Temperaturdifferenz zwischen Äquator und der Arktis hat unter anderem die polaren Jetwinde in ihrer Zirkulargeschwindigkeit geschwächt, sodass diese in unsere Klimaregionen ausbrechen und extreme Kälteeinbrüche bringen können.


Insgesamt ist das sich ständig verändernde Wetter in den Klimazonen immer stärker von der Erwärmung der Erde und der Meere geprägt. Bei uns werden deshalb die Winter im Trend wärmer mit weniger Schnee, was zeitweise extreme Schneefälle aus der wärmeren, feuchteren Luft nicht ausschließt.


Umgekehrt herrschen im Sommer verstärkt Starkregen oder Hitze, Dürre und Waldbrände wie aktuell auf der Südhalbkugel in Australien und in Argentinien. Extreme Wetterlagen haben die gleiche Ursache, die begonnene globale Umweltkatastrophe. Wer diese Erkenntnis leugnet, setzt unverantwortlich die Existenz der Menschheit aufs Spiel. Die „apokalyptischen Reiter“ sind im Vormarsch. Kämpfen wir sie nieder!

 

Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen

469 Seiten

29 €

mehr Infos

Jetzt bestellen

English edition