22. Januar 2026
Tag der Solidarität mit Venezuela: Aufruf einer der Weltorganisationen der Gewerkschaften
Der Weltgewerkschaftsbund (World Federation of Trade Unions, WFTU) ruft alle Gewerkschaften, Kolleginnen und Kollegen dazu auf, den 22. Januar, also nächsten Donnerstag, zu einem Tag der Solidarität mit Venezuela zu machen.
Der Aufruf wird auch von der revolutionären Weltorganisation ICOR unterstützt.
In dem Aufruf der WFTU heißt es u.a.: „Die USA verstärken ihre Aggression gegen das souveräne Volk Venezuelas, bedrohen gleichzeitig die gesamte Region, lassen die Monroe-Doktrin wieder aufleben und nehmen andere Gebiete wie Grönland ins Visier. Diese illegale Entführung des Präsidenten eines souveränen Landes stellt einen beispiellosen aggressiven Akt dar, der gegen alle Grundprinzipien des Völkerrechts und der internationalen Praxis verstößt und eine weitere Kriegsfront in der instabilen Weltlage eröffnet. Diese Intervention bestätigt die chaotische Phase, in die die imperialistische Aggression mit unvorhersehbaren Folgen eingetreten ist.
Der Weltverband der Gewerkschaften verurteilt unmissverständlich die imperialistische Intervention in Venezuela, die darauf abzielt, die mineralischen und energetischen Reichtümer des Landes im Rahmen des interimperialistischen Antagonismus um die Vorherrschaft zu kontrollieren. Das Sekretariat des WFTU hat sich den Solidaritätsinitiativen der klassenorientierten Gewerkschaftsbewegung angeschlossen, die von Anfang an entwickelt wurden, und beschlossen, am 22. Januar 2026 einen internationalen Aktionstag in Solidarität mit dem venezolanischen Volk zu initiieren. Der WFTU ruft seine Mitglieder dazu auf, sich aktiv an diesem internationalen Aktionstag zu beteiligen und vor den US-Botschaften militante Initiativen unter den Slogans „US-Imperialismus, Hände weg von Venezuela“ und „Freilassung von Präsident Maduro und Cilia Flores“ zu organisieren.
Lasst uns eine laute und klare Botschaft senden: Die klassenorientierten und militanten Gewerkschaften unterstützen das unverhandelbare Recht der Völker Lateinamerikas und der ganzen Welt, frei und demokratisch über ihre Gegenwart und Zukunft zu bestimmen. US-Imperialismus, Hände weg von Venezuela! Lasst Präsident Maduro und Cilia Flores frei!“
Der Weltgewerkschaftsbund war 1945 als Zusammenschluss aller Gewerkschaften, unabhängig von ihrer ideologischen oder Systemzugehörigkeit, gegründet worden. Er war eine Konsequenz aus der Spaltung der Gewerkschaftsbewegung vor dem Zweiten Weltkrieg. Der Kalte Krieg der Westmächte gegen die damals noch sozialistische Sowjetunion und das volksdemokratische und sozialistische Lager waren der Grund für die Spaltung der einheitlichen Gewerkschaftsbewegung durch die westlichen reformistischen Gewerkschaftsführer 1949. Sie gründeten den Internationaler Bund Freier Gewerkschaften (IBFG) auf antikommunistischer Grundlage.
Heute vertritt der WFTU etwa 70 Mio. Beschäftigte mit 56 Organisationen aus 55 Ländern. Die MLPD ruft alle Kolleginnen und Kollegen dazu auf, am 22.1. die Initiative in ihren Gewerkschaften und in den Abteilungen zu ergreifen, um den Tag auch in Deutschland zu einem Tag der Solidarität mit Venezuela zu machen. Das können Pausenversammlungen, Treffen vor dem Tor, Verabschiedung von Briefen oder Solidaritätsresolutionen sein.
Die Betriebsgruppen der MLPD werden das offensiv mittragen. US-Präsident Trump hat das internationale Völkerrecht durch ein imperialistisches Recht des Stärkeren ersetzt. Die USA sind der Kriegstreiber Nr. Eins! Trump geht es nicht in erster Linie um Öl, schon gar nicht um eine Bekämpfung des Drogenhandels. Sein vorrangiges Ziel ist, seinen Hauptrivalen China und andere Konkurrenten aus seinem „Hinterhof“ in Südamerika zu vertreiben. Damit hat er die Welt näher an den Ausbruch eines Dritten Weltkriegs geführt. So weit darf es nicht kommen. Deshalb kann und darf kein Arbeiter dazu schweigen!