Stromausfall Berlin
Massive Kritik an Kai Wegner - Ursprüngliche Vulkangruppe distanziert sich von der Aktion
Nicht nur, dass es 13 Stunden dauerte, bis ein Krisenstab installiert war. Dass Kai Wegner sich weder bei den Arbeitern, die in eisiger Kälte die Reperaturen durchführten, sehen ließ noch bei den Menschen in den betroffenen Stadtteilen.
Jetzt stellt sich heraus, dass er nicht nur versagt, sondern auch gelogen hat. Die ganze Zeit habe er Krisenmanagement im Home-Office betrieben, hatte er erklärt. Tatsächlich war er aber gleich am ersten Tag des Stromausfalls Tennis spielen. Diese Abgehobenheit von den Sorgen der Berlinerinnen und Berliner in Verbindung mit einer nachgewiesenen Lüge sorgt zu Recht für Empörung.
Als er schließlich doch ein Krankenhaus und eine Notunterkunft besucht, kriegt er natürlich harsche Kritik ab. Warum alte Leute in zugigen Hallen schlafen müssen, wird er gefragt. Er reagiert pampig. Er rackere sich ab, um die Sache in den Griff zu bekommen und habe eben eine Menge zu koordinieren. Tatsächlich viel koordiniert haben überall Initiativen der Nachbarschaftshilfe. Wie schon bei den Aufräum- und Aufbauarbeiten im Ahrtal nach der Flutkatastrophe gab es wieder Flüchtlings- und Migrantengruppen, die Hilfe wie Essen und Schlafplätze organisierten.
Was er kann, der Regierende Bürgermeister, ist Hetze und Antikommunismus. Bevor irgendein Ermittlungsergebnis vorliegt, war für ihn klar: Linksextremisten. „Wir werden hier eine hohe Priorisierung auf den Verfolgungsdruck legen. Wir wollen diese Täter ergreifen“, meldete er sich zu Wort. Umweltkämpfer, linke Aktivisten und sogar die ursprüngliche Vulkangruppe distanzierten sich von dem Anschlag. Aktionen auf Kosten der Massen sind keine fortschrittliche Politik.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am Sonntag erwarten, dass diese wichtige große Manifestation für den Sozialismus nicht durch Polizeirepression und antikommunistische Hetze gestört wird.