Berlin

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Stromausfall beendet – „Linksextremismus"-Kampagne läuft – wem nützt das alles?

Das einzig Gute: Seit heute haben die Menschen in den betroffenen Berliner Stadtteilen wieder Strom.

Von ffz

Die Rote Fahne Redaktion freut sich für die Betroffenen. Weniger erfreulich ist die seit Tagen laufende Hetzkampagne in den deutschen Massenmedien, die den Charakter einer antikommunistischen Kampagne hat. Berlins Monopolpolitiker überschlagen sich mit empörter Rhetorik: Bis hin zu Begriffen aus den RAF-Jahren, wie „Linksterrorismus“, reicht der verwendete Jargon mittlerweile. Die BILD greift es gierig auf und behauptet, die "lasche Justiz" nehme "den Linksterrorismus nicht ernst". Die faschistische AfD beschuldigt dreist alle Antifaschistinnen und Antifaschisten.


Sollte die sogenannte Vulkangruppe mit ihrer anarchistischen Revolutionsspielerei verantwortlich gewesen sein, so kann man sich für diesen Vollschuss ins Wasser wirklich nur bedanken. Völlig unbeteiligten Menschen im tiefsten Winter den Strom abzustellen ist nicht nur falsch, sondern auch eine sektiererische Dummheit.

Doch war es überhaupt die Vulkangruppe?

Eine Sache macht stutzig - eine kleine Anfrage der AfD aus dem Jahr 2024. Damals hatte die faschistische Partei genau nach dieser einen Verbindungsstelle gefragt, die jetzt attackiert wurde. Das ist schon ein ziemlich... extremer Zufall. Dass die AfD einen Nutzen aus diesem Anschlag zieht, ist offensichtlich - sie versucht sich jetzt selbst als Ordnungsmacht zu profilieren und ihre politischen und weltanschaulichen Gegner pauschal zu kriminalisieren. Die Ermittler täten also gut daran, diese Möglichkeit ebenfalls zu berücksichtigen.


Dazu kommt, dass durch die jetzt losgetretene antikommunistische Kampagne die größte Veranstaltung Europas für den Sozialismus – die Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am kommenden Sonntag – mit massiven Repressionen und Polizeischikanen bedroht werden kann. Fragen über Fragen, aber Fragen, die man stellen muss.