Halle an der Saale

Halle an der Saale

Starke Demonstration gegen Überfall auf Venezuela

60 meist junge Menschen versammelten sich, um den offenen Völkerrechtsbruch und den drohenden Angriffskrieg auf Venezuela zu verurteilen. Aufgerufen hatten Linksjugend Solid und SDAJ. Erkennbarer Teil der Demonstration waren die MLPD, das BSW und die FKO.

Korrespondenz
Starke Demonstration gegen Überfall auf Venezuela
Bild von der Aktion (rf-foto)

Alle Organisationen sprachen gleichberechtigt am Mikrofon; das kam bei allen Beteiligten gut an. Einig waren sich die Demonstrantinnen und Demonstranten darin, dass der Überfall auf Venezuela unverhohlener Imperialismus ist, auf die Kontrolle der Ressourcen des Landes abzielt und durch nichts zu rechtfertigen ist.


Auch der tieferliegende Grund, der Konkurrenzkampf des US-Imperialismus mit dem (imperialistischen) China in einer multipolaren Welt von SDAJ und BSW betont. Die notwendige internationalistische Grundhaltung propagierte die FKO in ihrem Beitrag.


Wichtig war, dass auch ein Venezolaner sehr eindrücklich über die Auswirkungen der jahrelangen Sanktionspolitik berichten konnte. Seine an Krebs erkrankte Mutter hatte aufgrund der unmöglichen Situation in Venezuela in Deutschland Asyl beantragen müssen. Er klagte die verschiedenen Methoden des US-Imperialismus an und veranschaulichte die komplizierte Situation in Venezuela. Sein Anliegen war, dass die tiefen Gräben in der venezolanischen Gesellschaft überwunden werden, damit das Land eine gute Zukunft hat.


Besonders viel Beifall erhielt Frank Oettler, Sprecher der halleschen MLPD, für seine Anklage der faschistischen Außenpolitik der USA. Mit Nachdruck prangerte er die verlogene Doppelmoral der Bundesregierung an. Diese räumt dem Faschisten Trump, wie auch im Falle des Völkermords in Gaza, unbegrenzten Spielraum ein. Gleichzeitig verdeutlichte er, was diese stille Zusammenarbeit für die Brandmauer gegenüber den Jubel-Freunden Trumps von der AfD bedeutet: Sie wird Stück für Stück auch im Inneren abgerissen.


Dabei brauchen wir ein sofortiges AfD-Verbot, gehört Trump vor ein internationales Gericht gestellt und verurteilte Straftäter wie der hallesche Neonazi Sven Liebich endlich hinter Gitter statt in der bürgerlichen Presse zitiert.

 

Die Perspektive der vereinigten sozialistischen Staaten der Welt stieß auf besonders viel Beifall, gerade der Jugendlichen. Eine junge Venezolanerin sprach am Ende kurz einige persönliche Worte über den Schmerz und die tiefe Frustration mit den Verhältnissen im Heimatland. Der Tag endete mit vielen angeregten Gesprächen und weiteren Kontakten für die im Dezember frisch gegründete hallesche Gaza-Soli-AG des REBELL.

 

Hier ein Bericht mit Bildern auf www.dubisthalle.de