Pressemitteilung

Pressemitteilung

Solidaritätsgruppe „Palästina soll leben“ in Bochum gegründet

Entgegen der Meinungsmache, dass mit dem Waffenstillstand wieder ein normales Leben im Gaza-Streifen möglich ist, hat sich unsere Solidaritätsgruppe „Palästina muss leben“ gegründet.

Der israelische Premierminister verbietet Hilfs-Organisationen, die sich nicht von ihm kontrollieren lassen, darunter auch Oxfam und Ärzte ohne Grenzen, weiterhin im Gaza-Streifen humanitäre und medizinischen Hilfen zu leisten. Dazu hüllt sich unsere Bundesregierung in Schweigen. Ebenso zu ständigen bewaffneten Übergriffen durch israelische Soldaten, Zerstörungen der letzten Gebäude und weiteren Provokationen.

 

Aber der Friedens- und Überlebenswillen der Palästinenser lässt sich nicht unterdrücken. Es ist auch kein Geheimnis, dass es einen unmenschlichen Terror von Siedlern im besetzten Westjordanland gibt. Die Siedler machen den Palästinensern die Olivenernte unmöglich und schrecken auch nicht vor Angriffen auf israelische Unterstützer der Palästinenser zurück. Gerade deshalb schweigen wir nicht, gerade deshalb werden wir nach Kräften die Solidarität und Hilfe für dieses weiterhin von Genozid und Vertreibung bedrohte palästinensische Volk entwickeln.

 

Für uns ist die islamistisch-faschistische Hamas keine legitime Vertretung der Palästinenser und wir verurteilen dieses faschistische Massaker vom 7. Oktober. Der Vernichtungskrieg Isarels gegen die Bevölkerung in Gaza ist dadurch nicht gerechtfertigt. Vielmehr zeigt er, dass die israelische Regierung im Sinne eines "Großisrael" alle Palästinenser vertreiben will, wozu der Kampf gegen Hamas nur einen Vorwand lieferte. Wir haben große Achtung vor den fortschrittlichen Menschen in Israel, die eine differenzierte Sicht der Dinge haben und eine unabhängige Untersuchung fordern.

 

Wir verurteilen jeglichen Antisemitismus, müssen aber auch feststellen, dass in Deutschland von der Regierung und weiteren Institutionen eine Deutung des Antisemitismus vertreten wird, die die Wahrheit verdreht. Wir werden uns weiter das Recht nehmen, die israelische Regierung und die faschistischen Kräfte darin zu kritisieren die israelische Regierung Vertreibung-, Vernichtungs- und Unterdrückungspolitik gegenüber den Palästinensern anprangern. Ja – es gehört heute Mut dazu, sich offiziell gegen dieses Wegschauen zu wenden – und Ja – es gibt viele Menschen, die das genauso sehen. Sie alle laden wir ein, bei uns mitzumachen.

 

Wir haben uns die Aufgabe gestellt, im Sinne der Humanität und Menschlichkeit die solidarische Hilfe und Unterstützung für die Menschen im Gaza-Streifen zu organisieren. Wir sammeln Spenden, Medikamente und medizinisches Gerät für die international anerkannte säkulare medizinische Organisation Al-Awda im Gaza. Bei uns kommt jeder Cent, der gespendet wurde, bei den Menschen an, für die gesammelt wird.

 

Wir treffen uns regelmäßig einmal im Monat, um über unsere Aktivitäten zu beraten und auch zu erfahren, wie die Gelder verwendet werden. Wer mehr darüber erfahren will, kann sich über die Homepage von Solidarität International informieren: www://solidaritaet-international.de