Solidaritätskundgebung in Köln

Solidaritätskundgebung in Köln

Nieder mit der islamischen Republik Iran! Es lebe die Volkssouveränität!

Unter diesem Motto fand am Samstag, dem 10 Januar 2026, auf dem Breslauer Platz in Köln eine Kundgebung statt, zu der sich insgesamt etwa 250 Menschen zusammengefunden haben, fast ausschließlich Migranten aus dem Iran.

Korrespondenz
Nieder mit der islamischen Republik Iran!  Es lebe die Volkssouveränität!
Solidarität mit dem iranischen Volk! (rf-foto)

Ein "Kölner Bündnis zur Unterstützung des iranischen Volkes in seinem Kampf für Freiheit und Demokratie" hatte dazu aufgerufen. Es sei ein sehr breites Bündnis mit 120 Organisationen und sehr unterschiedlichen politischen Auffassungen, die dabei zusammenarbeiten. Ausgeschlossen seien Anhänger des Schah oder Kräfte, die eine Intervention der USA oder Israels befürworten.(*)

 

In den Redebeiträgen auf Deutsch und Farsi wurde natürlich die Regierung der islamischen Republik Iran, aber auch die Interventionsversuche von Imperialisten angegriffen. Eine Rede kritisierte sehr umfassend die Politik der Bundesregierung, die das iranische Regime immer noch diplomatisch und wirtschaftlich stützt.

 

Ein Grußwort der MLPD wurde nicht zugelassen, da in dem Bündnis vereinbart war, dass Organisationen nicht zu sehen und zu hören sein sollen. Dem entsprach, das von den 120 Organisationen keine einzige mit Symbolen, Fahnen oder Transparenten zu sehen war. Es war vereinbart worden, dass nur die Solidarität mit dem Freiheitskampf im Iran zum Ausdruck gebracht werden soll und keine weiteren politischen Positionen. Sicher ist der aktuelle Widerstand gegen das Regime im Iran sehr breit und es ist auch richtig, dass alle Kräfte mit Ausnahme von Faschisten und Vertretern von Imperialisten hier zusammenarbeiten. Es ist aber gleichzeitig notwendig, dass sich in dieser Bewegung intensiv über die weitere Perspektive des Kampfes und dessen Organisierung auseinandergesetzt wird. Der notwendige Klärungsprozess wird deutlich behindert, wenn die verschiedenen Organisationen nicht zu erkennen sind. Treffend qualifierte einer unserer Gesprächjspartner: "Da ist so viel Bewusstseinsbildung nötig!" Wir konnten einige Exemplare der Roten Fahne verkaufen und Kontakte auffrischen

 

(*) Royalisten und Befürworter von Unterstützung uas USA und Israel natten während der woche bereits in köln demonstriert. Solche Bilder sah man auch in Heute Journal aus Berlin.