Solidarität mit dem venezolanischen Volk
Frauen in Venezuela: El pueblo unido jamás será vencido!
Seit dem faschistischen Überfall Trumps auf Venezuela muss ich viel an die 1. Weltfrauenkonferenz 2011 in Caracas denken, an der ich mit anderen Frauen zusammen aus Deutschland teilgenommen habe.
Die venezolanischen Frauen haben uns herzlich empfangen und umsorgt. Wir haben uns eine Woche lang intensiv über die Lage und die Befreiung der Frau ausgetauscht, über Weg und Ziel gestritten und zusammen fröhlich gefeiert.
Diese jungen Frauen waren sehr engagiert und selbstbewusst; sie kamen meist aus armen Verhältnissen und waren entschlossen, sich aus dem Elend zu befreien. Dafür übernahmen sie auch Verantwortung. Sie standen hinter dem Präsidenten Chavez, weil er den Frauen Arbeit ermöglichte und ihre Selbstorganisation gegen Gewalt und Sexismus unterstützte.
Staatliche Sozialprogramme, sozialer Wohnungsbau, kostenloses Gesundheitswesen, Kinderbetreuung und Bildung verhalfen ihnen zu einem von den Männern ökonomisch unabhängigen Leben. Das war der „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ in ihren Augen. Auch ich kam in den Genuss dieser Errungenschaften, als ich an Ruhr erkrankte und selbstverständlich kostenlos ärztlich versorgt wurde.
Ölpreisverfall, Sanktionen und Lebensmittelknappheit haben seither wieder neue Armut ins Land gebracht. Was ist aus dem Traum vom Sozialismus geworden? Auf der Weltfrauenkonferenz waren auch einige Frauen aus der ehemaligen DDR dabei. Die haben damals schon aufgrund ihrer Erfahrung mit dem Verrat am Sozialismus eindringlich gewarnt: Übernehmt selbst die Macht in Wirtschaft und Staat, kontrolliert die führenden Leute. Verlasst euch nicht auf den Ölverkauf auf dem kapitalistischen Weltmarkt. Wie recht sie hatten.
Venezuela ist in wirtschaftliche Krisen und neue Abhängigkeiten geraten. Das venezolanische Volk wird daraus Lehren im Kampf für den Sozialismus ziehen (müssen). Die Frauen von damals sind immer noch da, mit ihren Kindern, ihren Träumen, Enttäuschungen und harter Arbeit.
Unter keinen Umständen rechtfertigen die schwierigen Verhältnisse den völkerrechtswidrigen Überfall der USA auf Venezuela. Mit diesem faschistischen Staatsstreich will Trump den Weltherrschaftsanspruch des US-Imperialismus gegen seine Rivalen durchsetzen. In seinem abgrundtiefen Hass gegen den Sozialismus / Kommunismus will Trump uns glauben machen, allmächtig zu sein. Denn er hat Angst vor den Völkern der Welt, wenn sie sich für Fortschritt, Frieden und Sozialismus organisieren.
Hände weg von Venezuela! El pueblo unido jamás será vencido!